Rentnerin lässt Hausstand schätzen: Dann macht ein Historiker diesen Millionen-Fund!

Hongkong - Es ist beinahe wie im Märchen. Als eine Frau ihren Hausstand von einem Kunstberater schätzen lassen möchte, macht dieser im Zuge dessen einen Mega-Fund. Eine chinesische Vase aus dem 18. Jahrhundert wechselte für vergleichbar kleines Geld mitten in Europa mehrfach den Besitzer. Nun ist das Uralt-Stück zurück in Hongkong - und das für einen mächtigen Batzen Geld

Die verbotene Stadt in Peking. Touristenmagnet und Heimat vieler historischer Kunstschätze.
Die verbotene Stadt in Peking. Touristenmagnet und Heimat vieler historischer Kunstschätze.  © Andy Wong/AP/dpa

Als Kunstberater Johan Bosch van Rosenthal von der 80 Jahre alten Frau gerufen wurde, um sich die umfangreiche Sammlung der rüstigen Dame einmal genauer anzusehen, erwartete er nichts Außergewöhnliches.

Doch er sollte sich irren - und zwar gewaltig!

Inmitten der vielen Stücke der Frau fand der Kunstberater ebenjenen Schatz. Verziert mit einem blau-weißen Blumenmuster stand die Vase über ein halbes Jahrhundert im Haus ihrer Besitzerin.

Wie sich nun herausstellte, handelte es sich hierbei um eine, welche der Qianlong-Kaiser einst anfertigen ließ. Der Kaiser regierte das Land der Mitte satte 61 Jahre von 1735 bis 1796.

Zwischen 1742 und 1743 aus chinesischem Porzellan hergestellt, soll die Vase dann Teil von nur wenigen Stücken gewesen sein.

Knapp acht Millionen Euro für das seltene Stück

In der "Verbotenen Stadt", einer Palastanlage im Zentrum Pekings, war das Stück dann für Jahrzehnte aufbewahrt.

Über 200 Jahre später, kam die Vase dann 1954 nach Europa. Für einen vergleichsweise lächerlichen Preis von umgerechnet nicht einmal 50 Euro wechselte sie den Besitz. Wenige Monate später wurde sie dann noch einmal für knapp 90 Tacken weiterveräußert.

"Wir kamen in einen Raum, mit einer Vielzahl chinesischer Kunstwerke, die vor vielen Jahren geerbt wurden", so Rosenthal gegenüber der "Sun". Inmitten frei laufender Katzen und Hunde soll die Vase leicht verstaubt in einer Vitrine gestanden haben - völlig unversehrt und ohne je zu Schaden gekommen zu sein.

Dass es sich um kein herkömmliches Stück handele, war dem Kunstberater recht schnell klar: "Obwohl ich kein Spezialist für chinesische Kunstwerke bin, fiel mir auf, dass dies keine gewöhnliche chinesische Vase war."

Und tatsächlich. Nach eingehender Untersuchung war klar: Diese Vase ist eines von vielen in den letzten Jahren wiederentdeckten Artefakten chinesischer Kunsthistorie. Diese haben in der Vergangenheit enorme Erlöse bei entsprechenden Auktionen eingebracht.

So nun auch die Vase. Bei der zugehörigen Auktion wurden nun umgerechnet knapp acht Millionen Euro für das Stück bezahlt. Was für ein unverhoffter Geldsegen! 

Titelfoto: Screenshot/YouTube Sotheby's

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