Ärzte sind alarmiert: Immer mehr heimische Trampolin-Unfälle

München/Nürnberg - Im Garten, in Hallen oder auf Spielplätzen: Trampolinspringen ist für Kinder ein großes Vergnügen.

Trampoline boomen: Mit der steigenden Beliebtheit müssen auch immer mehr Kinder behandelt werden. (Symbolbild)
Trampoline boomen: Mit der steigenden Beliebtheit müssen auch immer mehr Kinder behandelt werden. (Symbolbild)  © 123rf/sonyae

Doch Kinderchirurgen sehen mit dem steigenden Absatz von Trampolinen auch mehr Unfälle.

"Die Zahlen sind in den letzten Jahren stets hochgegangen, die Trampoline stehen ja fast in jedem Garten", sagte Karl Bodenschatz, Ärztlicher Leiter der Kinderchirurgie am Klinikum Nürnberg.

In diesem Jahr seien zwischen 30 und 40 verunfallte Kinder im Klinikum behandelt worden.

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Nicht nur Gartentrampoline sondern auch Hüpfhallen, Minitrampoline im Kinderzimmer oder im Fitnessstudio boomen.

"Die Umsatzzahlen von Trampolinen, die sich bereits vor Corona positiv entwickelt hatten, sind seit dem letzten Jahr noch einmal deutlich angestiegen und haben sich etwa verdreifacht", erklärte Sebastian Presse, Marketingleiter des Trampolinherstellers Hudora aus Remscheid. Hüpfen ist gesund und hält fit. Aber wichtige Regeln sollten beachtet werden.

Ins Haunersche Kinderspital des LMU Klinikums in München kommen im Sommer etwa zwei bis drei Kinder pro Woche wegen Trampolinunfällen, viele davon müssten operiert werden, sagte der Direktor der Kinderchirurgie, Oliver Muensterer.

Häufig stürzen Kinder aus dem Trampolin, brechen sich Handgelenke oder Unterarme. "Ein Trampolin ohne Netz im Garten aufzustellen oder die Türe nicht zu schließen, ist fahrlässig."

Titelfoto: 123rf/sonyae

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