Affenpocken-Alarm in NRW! Personen sollen Kontakt mit Virus gehabt haben

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen liegen nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums Hinweise "auf mögliche Kontakte von Personen mit dem Affenpockenvirus" vor.

Das Affenpockenvirus hat Deutschland erreicht. (Symbolbild)
Das Affenpockenvirus hat Deutschland erreicht. (Symbolbild)  © Martin Bühler/Bundeswehr/dpa

Diesen Hinweisen werde nachgegangen, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Landeszentrum für Gesundheit stehe in engem Austausch mit dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger.

"Die Situation wird genau beobachtet; die Ärzte sowie die Gesundheitsämter werden um verstärkte Wachsamkeit gebeten", ergänzte der Ministeriumssprecher.

Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland werde nach derzeitigen Erkenntnissen vom Robert Koch-Institut als gering eingeschätzt.

Virus breitet sich aus: Affenpocken jetzt auch in Braunschweig nachgewiesen!
Gesundheit Virus breitet sich aus: Affenpocken jetzt auch in Braunschweig nachgewiesen!

Erstmals ist auch in Deutschland ein Fall von Affenpocken bestätigt worden. Betroffen sei ein aus Brasilien stammender 26-Jähriger, der von Portugal über Spanien nach München gereist sei, hatte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag mitgeteilt.

Erster Fall von Affenpocken in Deutschland erfasst

Seit etwa einer Woche ist er demnach in der bayerischen Landeshauptstadt, zuvor war er schon in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Es ist der erste jemals in Deutschland erfasste Fall von Affenpocken, zuvor wurde das Virus nach Angaben des RKI hierzulande noch nie nachgewiesen.

Gesundheitsbehörden zufolge verursacht das Virus meist nur milde Symptome, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. In Einzelfällen sind tödliche Erkrankungen möglich.

Übertragen wird das Virus vor allem über direkten Kontakt oder Kontakt zu kontaminierten Materialien, auch eine - wohl sehr seltene - Übertragung über Tröpfchen in der Luft ist auf kürzere Distanzen möglich.

Titelfoto: Martin Bühler/Bundeswehr/dpa

Mehr zum Thema Gesundheit: