Lecker und voller Vitamine: Wie wäre es mal mit Wintergemüse?

Dresden - Gerade jetzt im Winter dürstet es unseren Körper nach Vitaminen und Mineralstoffen, die unser Immunsystem auf Trab bringen. Die Natur beschenkt uns deshalb mit vitaminreichem Wintergemüse. Dabei handelt es sich um Sorten, die im späten Herbst oder Winter geerntet werden und unter richtigen Bedingungen monatelang gelagert werden können. Wir zeigen Euch die leckersten Knollen, Wurzeln und Co. - und was Ihr mit ihnen anstellen könnt.

Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln haben noch bis April Saison. Die Stangen lassen sich leicht lagern - am besten ungewaschen und dunkel im Keller. Beim Schälen Handschuhe tragen. Der austretende Saft färbt die Hände braun und ruiniert zudem Eure Kleidung. Die geschälten Stangen dann sofort in ein Wasserbad mit Essig oder Zitrone legen, sonst werden sie braun.

Rezeptidee: Panierte Schwarzwurzel-Sticks mit Meerrettich-Quark

Schwarzwurzeln haben noch bis in den April Saison.
Schwarzwurzeln haben noch bis in den April Saison.  © imago images/Thomas Vonier

Topinambur

Geheimtipp mit nussigem Geschmack: Botanisch gesehen gehört Topinambur zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Die Wurzeln der Pflanze enthalten reichlich Mineralstoffe, Vitamine, Eiweiß und Fruchtzucker. Sowohl optisch als auch vom Geschmack erinnern die Knollen an Kartoffeln. Genau so können sie auch zubereitet werden - sowohl als Suppe, Püree oder gebraten.

Rezeptidee: Topinambur-Chips aus dem Ofen

Topinambur kann man wie Kartoffeln zubereiten.
Topinambur kann man wie Kartoffeln zubereiten.  © imago images/Shotshop

Wirsing

In Wirsing steckt ähnlich viel Vitamin C wie in Zitronen - das macht den Kohl zum perfekten Wintergemüse. Außerdem enthält Wirsing Magnesium, Folsäure und doppelt so viel Eiweiß, Eisen und Phosphor wie Rot- und Weißkohl. Der grüne Kohlkopf macht aber nicht nur im Beet eine gute Figur. Wirsing ist wegen seines hohen Wasseranteils kalorienarm.

Rezeptidee: Wirsing-Rouladen

Wirsing ist sehr gesund, da viel Vitamin C und Wasser in dem Kohl steckt.
Wirsing ist sehr gesund, da viel Vitamin C und Wasser in dem Kohl steckt.  © imago/Westend61

Pastinaken

Die kegelförmigen Knollen haben sich ihren Platz in den heimischen Küchen mittlerweile zurückerobert. Sie haben ein süßes, nussiges Aroma, das bei den kalten Wintertemperaturen noch einmal intensiver schmeckt. Pastinaken sind besonders für empfindliche Mägen bekömmlich, weshalb sie auch gerne zu Babynahrung verarbeitet werden.

Rezeptidee: Pastinaken-Kartoffel-Püree

Pastinaken sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Im Winter haben sie Saison.
Pastinaken sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Im Winter haben sie Saison.  © imago images/Westend61

Winterportulak

Der Winterportulak ist ein Gewächs, dessen Blätter an Spinat erinnern. Stiele, Blätter und Blüten des robusten Wintergemüses können allesamt verzehrt werden und sind reich an Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren. In der Küche eignet er sich besonders roh: Grünen Smoothies, Salaten oder Dips verleiht er eine gewisse Würze.

Rezeptidee: Butterbrot verfeinert mit gehacktem Winterportulak

Winterportulak erinnert an Spinat. Zubereitet wird er eher als Beilage.
Winterportulak erinnert an Spinat. Zubereitet wird er eher als Beilage.  © imago/Westend61

Steckrübe

Lange hatten Steckrüben einen schlechten Ruf, da sie in den Weltkriegen beinahe das einzig verfügbare Nahrungsmittel waren. Die Rüben erleben nun aber ein wahres Comeback. Besonders in Eintöpfen oder als Kartoffelersatz bringen sie willkommene Abwechslung auf den Teller. Trotz des hohen Zuckergehalts sind Steckrüben kalorienarm.

Rezeptidee: Kürbis-Steckrüben-Curry

Steckrüben waren eine der wenigen Nahrungsmittel in den Weltkriegen. Danach verloren sie an Popularität, die jetzt aber wieder zunimmt.
Steckrüben waren eine der wenigen Nahrungsmittel in den Weltkriegen. Danach verloren sie an Popularität, die jetzt aber wieder zunimmt.  © imago/Westend61

Na dann, guten Appetit!

Titelfoto: Montage: imago/Westend61(3), imago/Panthermedia

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