Pilze mit Google oder per App bestimmen? Giftnotruf warnt!

Göttingen (Niedersachsen) - Wer im Herbst auf Pilzsuche geht, sollte sich nicht auf Apps oder Google verlassen!

So schön und lecker sie auch aussehen mögen: Manche Pilze sind giftig. (Symbolbild)
So schön und lecker sie auch aussehen mögen: Manche Pilze sind giftig. (Symbolbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Davor warnt das Giftinformationszentrum (GIZ) Nord. Derzeit gibt es wieder vermehrt Meldungen über Pilzvergiftungen bei der Beratungsstelle der Universitätsmedizin Göttingen.

"Zurzeit melden sich rund eine Handvoll Menschen täglich bei uns", sagt Andreas Schaper. Der Toxikologe leitet mit seinem Kollegen Martin Ebbecke das GIZ-Nord, das für die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zuständig ist. Sommer und Herbst seien die Hochzeit bei Pilzvergiftungen.

Bisher habe es keine Toten zu beklagen gegeben. Oft handele sich aber um Vergiftungen mit Knollenblätterpilzen. "Das Gift dieses Pilzes kann die Leber zerstören und zum Tod führen", erklärte Schaper.

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In vielen Fällen vergiften sich dem Experten zufolge aus dem Ausland zugezogene Menschen. Diese kennen aus ihrer Heimat Pilze, die in Deutschland wachsenden Exemplaren sehr ähnlich sehen.

"Nur die einen sind harmlos und die anderen können sehr giftig sein", betonte Schaper. Vor dem Pilzesammeln sei es deshalb wichtig, sich umfassend zu schulen. Apps oder Internetrecherchen seien nicht ausreichend.

Auf Google oder Apps sollte man sich bei der Bestimmung von Pilzen besser nicht verlassen. (Symbolbild)
Auf Google oder Apps sollte man sich bei der Bestimmung von Pilzen besser nicht verlassen. (Symbolbild)  © 123RF/ dolgachov

Schaper: "Im Zweifel gesammelte Pilze besser nicht essen."

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