Neue "fleischfressende" Sexualkrankheit breitet sich aus

Welt - "Granuloma inguinale": Was wie ein Zauberspruch aus Harry Potter klingt, ist in Wahrheit leider wesentlich ernster. Es handelt sich um eine "fleischfressende" Geschlechtskrankheit, die sich in Teilen der Welt ausbreitet.

Aufnahme einer Frau, die von einem Arzt auf Geschlechtskrankheiten getestet wird. (Symbolbild)
Aufnahme einer Frau, die von einem Arzt auf Geschlechtskrankheiten getestet wird. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Bislang kommt die bakterielle Erkrankung vor allem in Teilen Indiens, Australiens, Papua-Neuguineas, der Karibik und des südlichen Afrikas vor, wie "USA Today" unter Berufung auf das britische "Center for Disease Control and Prevention" berichtete.

Doch auch in Großbritannien wird die "fleischfressende" Infektionskrankheit, die "fleischig rote" Geschwüre verursachen kann, immer häufiger. So wächst ihr Vorkommen seit 2016 stetig.

Auch wenn es 2019 "nur" 30 Fälle auf der Insel gab, sind die Sorgen groß, schließlich existierte die Krankheit einige Jahre zuvor quasi noch überhaupt nicht.

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Granuloma inguinale sei bislang nur ein "kleines Besorgnis", sagte Dr. Melinda Pettigrew, eine Yale-Professorin für Epidemiologie gegenüber USA Today. Die Krankheit sei bislang "immer noch extrem selten."

Doch Pettigrew warnte auch: "Aber jeder Anstieg der Zahlen ist potenziell besorgniserregend. Sexuell übertragbare Infektionen werden oft nicht diagnostiziert und es können Infektionen übersehen werden, sodass die wahre Zahl etwas höher sein könnte."

Symptome und Behandlung von "Granuloma inguinale"

Kondom tragen hilft auch gegen Granuloma inguinale.
Kondom tragen hilft auch gegen Granuloma inguinale.  © 123RF/dianazh

Vor allem Mensch zwischen 20 und 40 Jahren sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit der Geschlechtskrankheit zu infizieren. Prinzipiell muss aber jeder aufpassen, der sexuell aktiv ist.

Denn Anstecken will man sich definitiv nicht, so zählen Geschwüre im Genitalbereich und am Anus, rote Beulen und geschädigte Haut laut healthline zu den Symptomen. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, kann es außerdem zu langfristigen Schäden kommen.

Zum Glück lässt sich Granuloma inguinale aber durch eine längere Antibiotika-Kur behandeln.

Generell gilt wie für alle Geschlechtskrankheiten: Lieber gleich verhüten, statt sich später um den Schaden kümmern zu müssen.

Titelfoto: 123RF/kzenon

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