Brandanschlag? Mahnwache am Hambacher Forst abgefackelt, Polizei ermittelt

Kerpen - Nach einem Brand an einer Mahnwache für den Hambacher Forst ermittelt die Polizei in alle Richtungen.

Die Polizei hat die Mahnwache am Hambacher Forst als Tatort abgesperrt.
Die Polizei hat die Mahnwache am Hambacher Forst als Tatort abgesperrt.  © Alexander Franz

Das große Zelt an der Landstraße 257 bei Kerpen zwischen den Ortschaften Buir und Morschenich sei bei dem Feuer am frühen Samstagmorgen ausgebrannt, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte.

Außerdem hätten mehrere Tische und Stühle Feuer gefangen. Die Brandursache sei zunächst noch völlig unklar. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

Mehrere Umweltaktivisten bezeichneten den Vorfall auf Twitter als "Brandanschlag". Kathrin Henneberger, Sprecherin des Umwelt-Bündnisses "Ende Gelände", twitterte am Samstag: "Die #MahnwacheHambi wurde gestern Nacht mit Molotowcocktails angegriffen und niedergebrannt".

Der Hambacher Forst gilt als Symbol der Auseinandersetzung zwischen Klimaschützern und der Kohlebranche.

Polizei ermittelt, ob es ein Anschlag war

Eine an der Mahnwache aufgebaute Gedenkstätte für den Dokumentarfilmer Steffen Meyn, der im Jahr 2018 aus einem der Baumhäuser im Hambacher Forst abgestürzt und gestorben war, sei unbeschädigt geblieben.

Die Ermittlungen dauerten am Sonntag an. Der Polizeisprecher sprach von Behältnissen, die am Brandort gefunden wurden. Diese werden nun untersucht.

Titelfoto: Alexander Franz

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