Protest gegen Braunkohle-Abbau: Ortsteil Keyenberg soll 2023 zerstört werden

Erkelenz/Keyenberg - Rund 50 Kohlegegner haben am Samstag am Braunkohletagebau Garzweiler gegen einen weiteren Kohleabbau protestiert.

Keyenberg: Umweltaktivisten im weissen Overalls klettern über ein Wall um in dem Tagebau Garzweiler einzudringen und werden von der Polizei zuruckgewiesen.
Keyenberg: Umweltaktivisten im weissen Overalls klettern über ein Wall um in dem Tagebau Garzweiler einzudringen und werden von der Polizei zuruckgewiesen.  © David Young/dpa

Nach Angaben der Polizei Aachen betraten sie am Morgen RWE-Gelände. 

An der Grenze zum Gefahrenbereich seien sie von Polizisten gestoppt und festgehalten worden. 

Die Festsetzung dauerte am Vormittag an. Zu der Aktion aufgerufen hatte die Organisation "Ende Gelände".

Die Aktion steht im Zusammenhang mit Protesten gegen den Abriss der der Landstraße L277 im Erkelenzer Stadtteil Keyenberg im Kreis Heinsberg.

Nach früheren RWE-Angaben arbeitet sich der Tagebau nach Westen vor und erreicht in wenigen Wochen die betroffene Straße. Die Abrissarbeiten sollen demnach bis September dauern.

Die Landstraße wird von Kohlegegnern in den von Umsiedlung betroffenen Dörfern als eine Art Grenze verstanden, die die Braunkohlebagger nicht überschreiten sollen. 

Hinter der Straße liegen die Dörfer, die für die Braunkohle abgebaggert werden sollen.

Titelfoto: David Young/dpa

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