Aktivisten gegen Abriss: Weiter Proteste am Tagebau Garzweiler

Garzweiler/Erkelenz - Auch am Mittwochmorgen haben Aktivisten gegen den Abriss einer Landstraße für den Braunkohletagebau Garzweiler protestiert.

Polizisten bewachen den Abriss der L277. (Aufnahme vom Montag)
Polizisten bewachen den Abriss der L277. (Aufnahme vom Montag)  © Roberto Pfeil/dpa

Eine Gruppe aus mehreren Dutzend Personen halte sich auf der Straße - der Asphalt sei bereits abgetragen - in der Nähe eines Baggers für die Abrissarbeiten auf, berichtete eine Polizeisprecherin. 

Beamte schützten den Bagger, damit dort nicht wieder jemand hoch klettern konnte.

Seit dem Wochenende gibt es Proteste gegen den Abriss der L277 im Erkelenzer Stadtteil Keyenberg im Kreis Heinsberg.

Nach RWE-Angaben arbeitet sich der Tagebau nach Westen vor und erreicht in wenigen Wochen die betroffene Straße. Die Abrissarbeiten sollen demnach bis September dauern.

Die Landstraße wird von Kohlegegnern in den von Umsiedlung betroffenen Dörfern als eine Art Grenze verstanden, die die Braunkohlebagger nicht überschreiten sollen. 

Hinter der Straße liegen die Dörfer, die für die Braunkohle abgebaggert werden sollen.

Protest gegen Braunkohle-Abbau

Am Dienstag waren nach Protesten laut Polizei fünf Aktivisten in Gewahrsam genommen worden. Gegen sieben Beteiligte werde wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs ermittelt, hatte die Behörde mitgeteilt. 

Ein Mann hatte den Angaben zufolge versucht, bei den laufenden Abrissarbeiten auf eine Maschine zu steigen. Am Montag hatte ein Mann nach Polizeiangaben zeitweise einen Abrissbagger besetzt.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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