Hambacher Forst: Polizei rückt zu neuen Kontrollen aus

Hambacher Forst - Eine Woche nach einem größeren Polizeieinsatz im Hambacher Forst hat die Polizei am Dienstag erneut mit Kontrollen begonnen, ob Besetzer neue Barrikaden errichtet haben.

Polizisten bei einem Einsatz im Hambacher Forst.
Polizisten bei einem Einsatz im Hambacher Forst.  © David Young/dpa

Es seien mehrere Dutzend Polizisten im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag: "Wenn wir feststellen, dass es neue Barrikaden gibt, werden die geräumt." 

Entsprechende Geräte seien bereits vor Ort und könnten in dem Wald am Braunkohletagebau Hambach sofort eingesetzt werden. 

Die Lage war den Angaben nach zunächst ruhig.

Eine Woche zuvor hatte die Polizei größere Holzkonstruktionen auf Wegen in dem Wald entfernt. 

Die Wege müssten für Streifen- und Rettungswagen frei gehalten werden, hieß es zur Begründung. 

Von Kohle-Gegnern war der Einsatz als Provokation kritisiert worden. Dabei gingen die Besetzer auch mit ekelhaften Methoden vor.

Am Tag danach hatte die Polizei kleinere Barrikaden weggeräumt, die über Nacht neu errichtet worden waren. 

Der Hambacher Forst gilt als Symbol der Auseinandersetzung zwischen Klimaschützern und der Kohlebranche.

Update, 14.16 Uhr Barrikaden geräumt

Eine Woche nach einem größeren Polizeieinsatz im Hambacher Forst hat die Polizei neue, allerdings kleinere Barrikaden beseitigen lassen. 

Mit Hilfe des Energiekonzerns RWE, der über entsprechende Geräte verfüge, seien Barrikaden aus Totholz und Unrat weggeräumt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Außerdem wurden demnach Löcher, die in Wege gegraben worden waren, zugeschüttet. 

Der Konzern stelle der Polizei die Unterstützung in Rechnung. Um ihrem gesetzlichen Auftrag der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung nachkommen zu können, werde die Polizei auch weiterhin in dem besetzten Wald am Braunkohletagebau Hambach präsent sein.

Titelfoto: David Young/dpa

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