Vom Mega-Bagger zum Hambacher Forst: WDR baut Tagebau digital erlebbar nach

Köln - Der Braunkohletagebau im Rheinischen Revier und der Konflikt rund um den Hambacher Forst beschäftigen Politiker und Klimaaktivisten seit Jahren - aber viele Menschen waren noch nie selbst an dem gigantischen Erdloch zwischen Köln und Aachen.

Blick auf das riesige Loch des Tagebau Hambach.
Blick auf das riesige Loch des Tagebau Hambach.  © Federico Gambarini/dpa

Ein neues Online-Projekt des WDR will diese Reise nun virtuell ermöglichen. Per Virtual-Reality-Brille, am Computer, am Tablet oder am Smartphone kann man sich in "Braunkohle 360°: Mitten im Tagebau" in das Führerhaus eines gigantischen Schaufelradbaggers setzen oder eines der Baumhäuser im nahen Hambacher Forst besuchen, in dem immer noch Aktivisten leben.

Das Waldstück gilt als Symbol der Auseinandersetzung zwischen Klimaschützern und der Kohlebranche.

Bei dem Projekt gehe es nicht um eine Botschaft, sondern um Information, sagte Projektleiter Stefan Domke.

Virtueller Besuch im Braunkohletagebau Hambach

Man wolle in der facettenreichen Thematik ein "großer Mosaik-Klotz" sein, der um viele andere Informationen ergänzt werde. Zur Zielgruppe gehören unter anderem Schulklassen.

Es ist möglich, im Tagebau mit Protagonisten zu interagieren. Vor dem Bagger etwa trifft man Arbeiter Peter, der zur Begrüßung sagt: "Ganz schön groß, das Gerät."

Der WDR hat bereits mehrere derartige Projekte umgesetzt. Bei "Steinkohle 360°"reiste man zum Beispiel in ein Steinkohle-Bergwerk. Auch der Kölner Dom wurde schon virtuell nachgebaut. Das Projekt Braunkohle 360 findest Du hier.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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