Angela Merkel besucht heute erneut Hochwasser-Gebiete in NRW

Hagen/NRW - Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) besucht am Sonntag (13 Uhr) erneut Gebiete in Nordrhein-Westfalen, die von der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli besonders stark getroffen wurden.

Am 20. Juli hatte Angela Merkel (67) Bad Münstereifel besucht. Jetzt kommt sie erneut in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in NRW.
Am 20. Juli hatte Angela Merkel (67) Bad Münstereifel besucht. Jetzt kommt sie erneut in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in NRW.

Merkel wird dabei von Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) begleitet.

Sie reist zunächst in den Märkischen Kreis im Nordwesten des Sauerlands, um sich über den Stand der Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten zu informieren. Außerdem spricht sie mit Einsatzkräften.

Anschließend nimmt sie in der Stadt Hagen am Rand des Ruhrgebiets an einer Kommunalkonferenz zum Wiederaufbau teil.

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Im Nordwesten des Sauerlands hatte die Hochwasserkatastrophe vor allem die Kleinstadt Altena getroffen.

Altena war zeitweise nach Erdrutschen und Überschwemmungen so gut wie von der Außenwelt abgeschnitten.

Ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann ertrank bei Rettungsarbeiten.

Angela Merkel besucht auch erneut das Ahrtal

Rund eineinhalb Monate nach der tödlichen Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hatte Kanzlerin Angela Merkel bereits am Freitag erneut das Flutgebiet Ahrtal in Rheinland-Pfalz besucht und mit Anwohnern gesprochen.

Es sei schon "viel geschafft und aufgeräumt" worden, sagte Merkel bei dem Besuch.

Doch es werde Jahre dauern, diesen "unfassbaren Schaden wiedergutzumachen". Sie ergänzte: "Wir brauchen einen ganz, ganz langen Atem." Die Menschen an der Ahr könnten sich auf weitere Hilfe verlassen.

Update, 13.13 Uhr: Angela Merkel trifft Kollegen von umgekommenen Feuerwehrleuten

Bundeskanzlerin Merkel hat am Sonntag in Schalksmühle im Sauerland Kollegen zweier im Hochwasser-Einsatz gestorbener Feuerwehrleute getroffen. Der Besuch sei ein "besonderes Geschenk", sagte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle, Dirk Kersenbrock.

Während der Flutkatastrophe war am 14. Juli in Altena ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann nach der Rettung eines Mannes ins Wasser gestürzt und abgetrieben. Seine Kollegen konnten ihn kurz darauf nur noch tot bergen.

Knapp zwei Stunden später war ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann kollabiert und gestorben. "Selbstverständlich war ich schockiert", sagte Kersenbrock. Alle Feuerwehrleute leisteten einen freiwilligen Dienst an der Gemeinschaft.

Anschließend wollte Merkel sich in Hagen am Rande des Ruhrgebiets eine Brücke ansehen, die während der Flut schwer beschädigt worden war, aber schon wieder aufgebaut ist.

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