B256 ertrank im Hochwasser: Jetzt wird sie wieder für Autos freigegeben

Erftstadt - Die schwer vom Hochwasser getroffene Bundesstraße 265 bei Erftstadt soll nach einer mehr als drei Monate langen Sperrung im Verlauf des Dienstags wieder freigegeben werden.

Die B265 bei Erftstadt wurde bei der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe im Sommer überflutet und beschädigt.
Die B265 bei Erftstadt wurde bei der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe im Sommer überflutet und beschädigt.  © Marius Becker/dpa

Parallel dazu gibt die Autobahn GmbH, Niederlassung Rheinland, die Anschlussstelle Erftstadt auf der A61 nach Koblenz frei.

In Richtung Venlo bleibt die A61 wegen Hochwasserschäden voraussichtlich noch bis zum Ende des Jahres gesperrt, erklärte ein Sprecher der Autobahn GmbH.

Einzelne Bereiche der Bundesstraße 265 waren schon Ende August wieder frei, ein bestimmter Abschnitt musste aber teilweise neu gebaut werden, wie eine Sprecherin des Landesbetriebs Straßenbau NRW sagte.

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Am Dienstagmorgen fangen Arbeiter demnach damit an, Baken wegzuräumen. Vermutlich um die Mittagszeit könne die B265 dann wieder befahren werden.

Durch die heftigen Regenfälle Mitte Juli war die Bundesstraße bei Erftstadt komplett in der Flut versunken.

Das Wasser stand dort bis zu 14 Meter hoch. Die Flut riss Böschungen mit, Wasser weichte den Unterbau und teils die Asphaltdecken auf.

Enorme Schäden an der Bundesstraße

Lärmschutzwände hielten dem Wasserdruck nicht stand und brachen ein. Mehr als 100 Fahrzeuge wurden eingeschlossen, konnten aber geborgen werden. Wie durch ein Wunder wurden keine Toten gefunden.

Allein die Begutachtung der Schäden am Boden und aus rund 200 Meter Höhe mit einem unbemannten Luftschiff dauerte laut Angaben der Sprecherin lange: "Jeder Abschnitt wurde wirklich unterschiedlich beschädigt".

Es seien weiter vereinzelt Arbeiten an der Bundesstraße nötig, wofür man diese aber nicht mehr sperren müsse.

Spezielle Lärmschutzwände werden etwa in den nächsten Wochen erneuert, zudem sei das Entwässerungsbecken noch nicht ganz fertig. Die bisherigen Kosten zur Behebung der Schäden summierten sich der Sprecherin zufolge auf rund zwei Millionen Euro.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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