415 Kilometer fürs Ahrtal: Darmstädter Polizistin auf halber Strecke

Darmstadt/Ahrtal - Auf ihrer Spendenwanderung für das Ahrtal hat die Polizistin Sandra Köhler gut die Hälfte der geplanten Strecke durch Hessen zurückgelegt.

Auf ihrer Spendenwanderung für die Opfer der Flutwasser-Katastrophe im Ahrtal hat Polizistin Sandra Köhler (48) jetzt schon mehr als die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt.
Auf ihrer Spendenwanderung für die Opfer der Flutwasser-Katastrophe im Ahrtal hat Polizistin Sandra Köhler (48) jetzt schon mehr als die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt.  © Montage: dpa/Boris Rössler, Polizei Südhessen

"Bislang hat alles reibungslos funktioniert", berichtete die 48 Jahre alte Kriminalhauptkommissarin aus dem südhessischen Heppenheim.

Sie freue sich "sehr über die große Unterstützung aus allen Richtungen und auf die zweite Hälfte der Wanderung".

Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Darmstadt vom Donnerstag liegen noch 195 Kilometer vor der Beamtin - rund 220 Kilometer ist sie schon gewandert.

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Die 48-Jährige will nach eigenen Angaben mit ihrer Aktion einen Beitrag zum Wiederaufbau des von einer Flutkatastrophe vor einem Jahr betroffenen Ahrtals leisten.

Dabei will sie allen hessischen Polizeipräsidien einen Besuch abstatten und Spenden einsammeln. In 19 Etappen führt ihr Weg von Darmstadt nach Offenbach, dann Frankfurt, Wiesbaden und Gießen, weiter nach Fulda und dann nach Kassel.

Zuletzt wurde Sandra Köhler (48) am vergangenen Donnerstag im Polizeipräsidium Westhessen in Wiesbaden von Polizeipräsident Felix Paschek (46) sowie am Dienstag im Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen empfangen.
Zuletzt wurde Sandra Köhler (48) am vergangenen Donnerstag im Polizeipräsidium Westhessen in Wiesbaden von Polizeipräsident Felix Paschek (46) sowie am Dienstag im Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen empfangen.  © Polizei Südhessen

Unter dem Verwendungszweck "Wanderherz" können alle Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Spenden an die "Aktion Deutschland Hilft e.V." adressieren (IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30).

Bei der Flut im vergangenen Jahr waren mindestens 135 Menschen im nördlichen Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen, darunter 134 im Ahrtal. 766 Menschen wurden verletzt.

Auf einer Länge von 40 Kilometern an der Ahr wurden Straßen, Brücken, Schienen, Gas-, Strom- und Wasserleitungen und rund 9000 Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.

Titelfoto: Montage: dpa/Boris Rössler, Polizei Südhessen

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