Er warnte vor Hochwasser: Meteorologe Kachelmann Zeuge im U-Ausschuss

Düsseldorf – Die Hochwasserkatastrophe von Mitte Juli mit vielen Toten und Milliardenschäden wird in NRW von einem Untersuchungsausschuss aufgearbeitet. Am heutigen Freitag werden die ersten Zeugen befragt. Dabei geht es um die Frage, wann sich das Unwetter abzeichnete.

Jörg Kachelmann (63) hatte am 13. Juli einen Tweet abgelassen und allgemein vor einem Hochwasser-Szenario gewarnt. (Archivbild)
Jörg Kachelmann (63) hatte am 13. Juli einen Tweet abgelassen und allgemein vor einem Hochwasser-Szenario gewarnt. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der Wetterexperte Jörg Kachelmann (63) soll heute um 16.30 Uhr als einer der ersten Zeugen im Untersuchungsausschuss zur verheerenden Flut in Nordrhein-Westfalen angehört werden.

Kachelmann hatte am 13. Juli mittags in einem Tweet gewarnt, es werde "womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten".

In der folgenden Nacht kam es zu ersten Überschwemmungen. Unmittelbar vor Kachelmann soll die britische Hydrologie-Professorin Hannah Cloke im U-Ausschuss befragt werden (14.30 Uhr). Sie hatte an der Entwicklung des europäischen Hochwasser-Warnsystems EFAS mitgewirkt und nach der Flutkatastrophe den Behörden ein "monumentales" Systemversagen vorgeworfen.

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Der Untersuchungsausschuss im Landtag von Nordrhein-Westfalen kam mit den Stimmen der Oppositionsabgeordneten von SPD und Grünen zustande.

Das Gremium soll mögliche Versäumnisse, Unterlassungen oder Fehleinschätzungen der CDU/FDP-Landesregierung und nachgeordneter Behörden in Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser von Mitte Juli mit 49 Toten in NRW untersuchen.

Kachelmann warnte bei Twitter

Im Frühjahr 2022 soll dem Landtag ein öffentlicher Bericht über die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse vorgelegt werden. Im Mai 2022 sind Landtagswahlen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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