Flutkatastrophe: Umweltministerin unterbrach Urlaub schon vor Unwetter

Düsseldorf – NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (55, CDU) hat nach Angaben der Landesregierung bereits Stunden vor den folgenreichen Unwettern in Nordrhein-Westfalen ihren Urlaub unterbrochen und sich mit den Experten ihres Ministeriums zusammengeschaltet.

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (55, CDU) hat angesichts des Unwetters in NRW offenbar schnell gehandelt.
Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (55, CDU) hat angesichts des Unwetters in NRW offenbar schnell gehandelt.  © Malte Krudewig/dpa

Innenminister Herbert Reul (69, CDU) schaltete sich laut einem Bericht an den Landtag am Tag danach in das Geschehen ein und brach seinen Jahresurlaub in Schleswig-Holstein ab.

Laut Innenministerium war Reul am 14. Juli um 10.09 Uhr per E-Mail über die Geschehnisse in der Nacht in Hagen informiert worden. Dort hatte die Flutkatastrophe begonnen.

Nach Telefonaten mit seinen Mitarbeitern habe Reul sich entschieden, am Morgen des 15. Juli nach Hause zu fahren.

Für Flutopfer: NRW startet Servicetelefon zu Wiederaufbau-Hilfen
Hochwasser Für Flutopfer: NRW startet Servicetelefon zu Wiederaufbau-Hilfen

Aus dem Auto heraus schaltete er sich laut dem Bericht an den Landtag beim Kleinen Krisenstab ein. Abends wieder daheim, "fuhr er weiter ins Ministerium, um die Dienstgeschäfte wieder vollständig aufzunehmen."

Sowohl Reul als auch Heinen-Esser telefonierten nach Angaben der Landesregierung am 14. Juli wegen der Flut mit Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU).

Wie in Bad-Münstereifel hat die Flutkatastrophe in Teilen von NRW enorme Schäden angerichtet.
Wie in Bad-Münstereifel hat die Flutkatastrophe in Teilen von NRW enorme Schäden angerichtet.  © Federico Gambarini/dpa

Die Opposition hat unter anderem zur Kommunikation innerhalb der Regierung noch zahlreiche Fragen. Die Grünen wollen in der kommenden Woche im Landtag einen Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe beantragen. Alleine würden sie ihn allerdings nicht durchbekommen - dafür bräuchten sie noch Stimmen aus anderen Fraktionen.

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa, Malte Krudewig/dpa

Mehr zum Thema Hochwasser: