Gesunkenes Schiff nach Hochwasser an Land gerettet: So sieht das Wrack jetzt aus

Mülheim an der Ruhr/NRW - Rund drei Monate nach der Flutkatastrophe ist das versunkene Fahrgastschiff "Moornixe" in Mülheim an der Ruhr wieder an Land.

Das geborgene Schiff wurde bei dem Hochwasser stark beschädigt.
Das geborgene Schiff wurde bei dem Hochwasser stark beschädigt.  © Markus Gayk/dpa

Am frühen Sonntagmorgen wurde es mit einem 450 Tonnen Kran geschmeidig aus dem Wasser über die Bäume auf einen Sattelschlepper gehoben, berichtete Schiffsbesitzer Heinz Hülsmann am Sonntag.

"Es lief alles wunderbar." Innerhalb von etwa einer Stunde sei die Bergung beendet gewesen. Im Anschluss kam das etwa 18 Meter lange Wrack zu einer Spezialfirma.

Dort sollen sich Gutachter ein Bild von dem Fahrgastschiff machen, das beim Ruhrhochwasser im Juli von einem Baum mitgerissen und an einem Wehr unter Wasser gezogen wurde.

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Später wurde es in einem Ruhr-Altarm entdeckt.

Auf den ersten Blick seien sehr viele Beulen und einige Risse zu sehen, der Rumpf sei verformt. "Das Oberdeck ist eingedrückt", sagte Hülsmann. Er hofft, dass sich das Ausflugsboot wieder reparieren lässt.

Die Bergung dauerte mehrere Tage.
Die Bergung dauerte mehrere Tage.  © Markus Gayk/dpa

Schiff hat bewegte Vergangenheit

Zunächst musste die "Moornixe" mit Ballons vom Grund des Flusses geholt werden.
Zunächst musste die "Moornixe" mit Ballons vom Grund des Flusses geholt werden.  © Federico Gambarini/dpa

Mit der Bergung in der Nacht zu Sonntag ging eine aufwendige Rettungsaktion zu Ende: In der vergangenen Woche hatten Feuerwehrleute und eine Bergungsfirma die Moornixe in einer mehrtägigen Aktion wieder an die Wasseroberfläche geholt.

Dazu wurden aufblasbare Hebesäcke am Schiff angebracht, die es nach oben pumpten.

Die Moornixe hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich.

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Seit 1933 war sie als "Baldeney" auf dem Baldeneysee in Essen unterwegs, später fuhr sie dann als "Nixe" auf der Mosel und als "Moornixe" im ostfriesischen Wiesmoor.

2018 holte Hülsmann sie zurück ins Ruhrgebiet.

Titelfoto: Markus Gayk/dpa

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