Im Hochwasser versunken: Überspülte B265 nach Monaten wieder frei!

Erftstadt - Die B265 bei Erftstadt wurde im Sommer zum Albtraum für Autofahrer. Das Hochwasser und der Starkregen hatte 200 Autos eingeschlossen. Wie durch ein Wunder überlebten alle Menschen. Jetzt wurde die schwer beschädigte Bundesstraße 265 wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Bundeswehr musste die von den Wassermaßen überschwemmten Autos bergen.
Die Bundeswehr musste die von den Wassermaßen überschwemmten Autos bergen.  © David Young/dpa

Gegen 12 Uhr hob der Landesbetrieb eigenen Angaben nach die Sperrung in Richtung Köln auf, kurz danach räumten Arbeiter die Baken in die Gegenrichtung Koblenz von der Straße.

Nach einer mehr als drei Monate langen Sperrung "gewinnen die Menschen vor Ort ein großes Stück Mobilität zurück", teilte Straßen.NRW am Dienstag mit.

Auch die Anschlussstelle Erftstadt auf der A61 nach Koblenz sollte im Laufe des Dienstags wieder freigegeben werden.

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In Richtung Venlo bleibt die A61 laut Angaben der Autobahn GmbH, Niederlassung Rheinland, wegen Hochwasserschäden voraussichtlich noch bis zum Ende des Jahres gesperrt.

Ein Teilstück der Bundesstraße 265 war schon Ende August wieder befahrbar, ein Abschnitt musste aber teilweise neu gebaut werden.

Durch die heftigen Regenfälle Mitte Juli war die Bundesstraße bei Erftstadt komplett in der Flut versunken.

Wasser stand mehrere Meter hoch auf der Bundesstraße 265

Meterhoch stand das Wasser auf der Bundesstraße und hatte sie im Sommer beim Starkregen teilweise zerstört.
Meterhoch stand das Wasser auf der Bundesstraße und hatte sie im Sommer beim Starkregen teilweise zerstört.  © Marius Becker/dpa

Das Wasser stand dort bis zu 14 Meter hoch. Die Flut riss Böschungen mit, Wasser weichte den Unterbau und teils die Asphaltdecken auf. Lärmschutzwände hielten dem Wasserdruck nicht stand und brachen ein.

Wie durch ein Wunder wurden keine Toten gefunden. Die Bundeswehr hatte bei dem Einsatz geholfen.

Es seien weiter vereinzelt Arbeiten an der Bundesstraße nötig, wofür man diese aber nicht mehr sperren müsse. Spezielle Lärmschutzwände werden etwa in den nächsten Wochen erneuert.

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Die bisherigen Kosten zur Behebung der Schäden summierten sich den Angaben nach auf rund zwei Millionen Euro.

Titelfoto: David Young/dpa

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