Meldesysteme sollen in NRW in Zukunft weitere Flutkatastrophe verhindern

Düsseldorf - Als Konsequenz aus der verheerenden Flutkatastrophe mit vielen Toten soll der Hochwasserschutz der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen verbessert werden.

Bei Unwettern mit ungewöhnlich starken Regenfällen Mitte Juli 2021 waren allein in NRW 49 Menschen gestorben.
Bei Unwettern mit ungewöhnlich starken Regenfällen Mitte Juli 2021 waren allein in NRW 49 Menschen gestorben.  © --/Rhein-Erft-Kreis/dpa

So sollen Behörden bei künftigen Starkregen-Ereignissen mit genaueren Prognosen verständlicher und frühzeitiger informieren können. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (56, CDU) legte dazu am Donnerstag einen Zehn-Punkte-Arbeitsplan vor.

Demzufolge sollen etwa Hochwasservorhersage-Systeme für so viele Gewässer in NRW wie möglich - vor allem auch für kleinere - eingeführt werden. Noch im Frühjahr solle an zwölf Flüssen der Testbetrieb starten, sagte Heinen-Esser.

Künftig sollen zudem die Meldewege der Behörden für Informationen zu Hochwasser einheitlich durch eine Landesverordnung geregelt werden.

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Ziel ist auch, die Berichte von Meterologen und Hydrologen verständlicher zu machen. Bisher existieren für einzelne Gebiete in NRW unterschiedliche Meldeketten.

Außerdem sollen - als Lehre aus der Jahrhundertflut im vergangenen Jahr - die Hochwasser-Gefahrenkarten überarbeitet werden. In NRW gelten 438 Gewässer mit fast 5900 Kilometern Gesamtlänge als Risikogewässer. Insgesamt gibt es in NRW Fließgewässer von mehr als 14.000 Kilometern Gesamtlänge.

Bei Unwettern mit ungewöhnlich starken Regenfällen Mitte Juli 2021 waren allein in NRW 49 Menschen gestorben. Nach ersten Schätzungen entstanden Schäden in Höhe von etwa 13 Milliarden Euro.

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