Nach dem Hochwasser: Schon mehr als 850 Anträge auf Wiederaufbauhilfe eingereicht

Düsseldorf – Erst seit ein paar Tagen können Anträge auf Wiederaufbauhilfe nach dem katastrophalen Hochwasser Mitte Juli gestellt werden. Unternehmen und Bürger nutzten die Möglichkeit seitdem vermehrt.

In Gemünd (Eifel) räumten Menschen Ende Juli, zwei Wochen nach der Flut, Schutt und Trümmer aus ihren zerstörten Häusern. Das Hochwasser hatte Milliardenschäden angerichtet, jetzt können Anträge auf Wiederaufbauhilfe gestellt werden.
In Gemünd (Eifel) räumten Menschen Ende Juli, zwei Wochen nach der Flut, Schutt und Trümmer aus ihren zerstörten Häusern. Das Hochwasser hatte Milliardenschäden angerichtet, jetzt können Anträge auf Wiederaufbauhilfe gestellt werden.  © Oliver Berg/dpa

Innerhalb weniger Tage haben Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft bereits 851 Anträge auf Wiederaufbauhilfe nach dem Katastrophen-Hochwasser Mitte Juli eingereicht.

Dies teilte das NRW-Bauministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Weitere 2774 (Stand: 21. September) sind demnach bereits in Arbeit.

Die Anträge zum Wiederaufbau können seit Freitag gestellt werden. Für NRW sind 12,3 Milliarden der insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro im Wiederaufbau-Paket von Bund und Ländern vorgesehen.

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"Noch nie gab es in Nordrhein-Westfalen eine vergleichbare Naturkatastrophe, noch nie einen vergleichbaren Wiederaufbau mit den unterschiedlichsten Betroffenen", erklärte Bauministerin Ina Scharrenbach (44, CDU). Privatpersonen hätten häufig keine Antragserfahrungen.

"Daher hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen sowohl einen Leitfaden mit der Beantwortung häufiger Fragen als auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlicht", betonte die Politikerin. Zusätzlich stehe eine Service-Hotline "Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen" zur Verfügung. Auch vor Ort gebe es Beratung.

Den Angaben zufolge sind außerdem bereits 18 Anträge von Kommunen auf Erstattung von Entsorgungskosten eingegangen. Weitere 86 seien in Arbeit. Insgesamt seien schon 7532 Benutzer als potenzielle Empfänger von Fördergeld registriert worden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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