Nach der Flut: In Stolberg fehlt vielen noch das Geld zum Aufbau - Bürokratie lahmt

Düsseldorf/Stolberg - Ein halbes Jahr nach der Hochwasser-Katastrophe hakt es nach Angaben des Stolberger Bürgermeisters Patrick Haas (SPD) vielerorts noch bei den Fluthilfen.

Die Kupferstadt Stolberg ist durch das Juli-Hochwasser 2021 stark zerstört worden, nur langsam geht es für die Anwohner wieder aufwärts.
Die Kupferstadt Stolberg ist durch das Juli-Hochwasser 2021 stark zerstört worden, nur langsam geht es für die Anwohner wieder aufwärts.  © Marius Becker/dpa

Die Prüfung der sehr komplexen Anträge dauere "länger als erhofft", sagte Haas am Freitag im "Morgenecho" von WDR 5. "Viele Menschen haben das Problem, dass sie noch nicht richtig loslegen können." Nicht jeder habe so viel Geld, ohne die Hochwasserhilfe bei Handwerkern in Vorleistung treten zu können.

Bei der Infrastruktur der Stadt funktioniere vieles ein halbes Jahr nach der Flut aber wieder. "Jedes Kind kann in die Schule oder in die Kita gehen - auch, wenn diese natürlich nicht so schön sind, wie sie vielleicht vorher waren", sagte der Bürgermeister.

Die Wiedereröffnung der ersten Geschäfte oder Postfilialen seien kleine Erfolgserlebnisse. "Es geht jetzt wieder aufwärts."

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Hochwasser Viele hätten gerettet werden können: Hochwasser-Katastrophe an der Ahr schon am Vortag absehbar

Falls die Politiker ihre Zusagen nicht einhielten - die Betroffenen des Jahrhunderthochwassers auch dann nicht zu vergessen, wenn die Bilder nicht mehr so schlimm seien wie am Anfang - werde man sich Gehör verschaffen.

"Ich gehe davon aus, dass man uns noch auf der Liste hat", unterstrich der SPD-Politiker.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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