Nach Hochwasser: Flutopfer siedeln in verlassene Geisterdörfer um

Erftstadt/Essen - Nach der Hochwasser-Katastrophe im Juli sind 13 betroffene Familien vorübergehend in leerstehende Häuser im rheinischen Braunkohlerevier gezogen.

Die Häuser stehen leer, weil die Ortschaften in den Kreisen Düren und Heinsberg nach und nach dem Tagebau weichen müssen.
Die Häuser stehen leer, weil die Ortschaften in den Kreisen Düren und Heinsberg nach und nach dem Tagebau weichen müssen.  © Ralf Roeger/dpa

Sie wohnten nun in 15 Gebäuden unter anderem in Kuckum, Keyenberg und Morschenich, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns RWE auf Anfrage. Dort könnten sie bleiben, bis sie ihr zerstörtes Haus wieder aufgebaut oder ein neues Zuhause gefunden hätten.

Insgesamt sei die Resonanz auf das Angebot, in ein nahezu verlassenes Tagebau-Dorf zu ziehen, nur gering gewesen.

"Wir haben knapp 200 Absagen von Familien erhalten, denen wir das vorgeschlagen hatten", sagte der Sprecher. Aber vielen sei die Lage zu abgelegen und der Weg etwa zum Arbeitsplatz oder zur Schule zu weit gewesen.

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Die Häuser stehen leer, weil die Ortschaften in den Kreisen Düren und Heinsberg nach und nach dem Tagebau weichen müssen.

Die Bewohner werden umgesiedelt. Dies trifft in der Region teils auf heftige Kritik.

Titelfoto: Ralf Roeger/dpa

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