Totalausfall der Ernte, tote Tiere: Enorme Flut-Schäden in der Landwirtschaft!

Düsseldorf - Durch die Hochwasser-Katastrophe ist in Nordrhein-Westfalen nach einer ersten Schätzung ein Schaden von rund 52 Millionen Euro an Hofstellen in der Landwirtschaft sowie an Äckern und Grünland entstanden.

Auf etwa 15.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in NRW ist nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe ein Totalausfall der Ernte zu verzeichnen.
Auf etwa 15.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in NRW ist nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe ein Totalausfall der Ernte zu verzeichnen.  © Oliver Berg/dpa

Das teilte NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (55, CDU) in einem Bericht über das Hochwasser Mitte Juli an den Landwirtschaftsausschuss des NRW-Landtags mit.

Auf etwa 15.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche sei ein Totalausfall der Ernte zu verzeichnen. Zudem entstünden Kosten für die Beseitigung von Ablagerungen - wie Geröll und Treibgut - sowie die Herstellung geschädigter Kulturflächen, heißt es in dem Bericht.

"Durch die Überschwemmung wird in NRW von 250 betroffenen Hofstellen ausgegangen", teilte die Ministerin dem Ausschuss mit. Wirtschaftsgebäude, Maschinen und Geräte, Tierbestände, Futtervorräte sowie landwirtschaftliche Kulturen seien auf den überschwemmten Flächen zerstört, beschädigt oder in Mitleidenschaft gezogen worden.

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Im Kreis Euskirchen sei es zur Überschwemmung eines Putenstalles gekommen, in dessen Folge etwa 3000 Puten verendet seien. Insgesamt sei die Nutztierhaltung in den Flutgebieten stark von der Katastrophe betroffen worden.

Es seien vielerorts Schäden an Gebäuden wie Ställen oder Lagerhallen entstanden. Außerdem seien Futtermittelvorräte vernichtet worden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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