Via Twitter: Wetter-Experte Kachelmann warnte einen Tag vor Flut-Katastrophe!

Düsseldorf - Der Wetterexperte Jörg Kachelmann (63) soll am Freitag (26. November) als einer der ersten Zeugen im Untersuchungsausschuss zur Flut in Nordrhein-Westfalen angehört werden.

Wetter-Experte Jörg Kachelmann (63) soll am Freitag (26. November) als einer der ersten Zeugen im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe in NRW aussagen.
Wetter-Experte Jörg Kachelmann (63) soll am Freitag (26. November) als einer der ersten Zeugen im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe in NRW aussagen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Landtagskreisen.

Kachelmann hatte am 13. Juli mittags in einem Tweet gewarnt, es werde "womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten". In der folgenden Nacht kam es zu ersten Überschwemmungen.

Am Freitag soll der Ausschuss ab circa 14 Uhr tagen und erstmals öffentlich Zeugen verhören. Neben Kachelmann ist die britische Hydrologie-Professorin Hannah Cloke für den Tag geladen. Sie hatte an der Entwicklung des europäischen Hochwasser-Warnsystems EFAS mitgewirkt und nach der Flutkatastrophe den Behörden ein "monumentales" Systemversagen vorgeworfen.

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Zudem soll nach dem Willen der SPD-Fraktion der Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), am Freitag vor dem Ausschuss erscheinen. Nicht wegen der Flut selbst, sondern weil die Übergabe der nötigen Akten an den Ausschuss nach Ansicht der Opposition schleppend verläuft. Die WAZ hatte zuvor berichtet.

Der Ausschuss soll mögliche Versäumnisse, Unterlassungen oder Fehleinschätzungen der NRW-Landesregierung und nachgeordneter Behörden in Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser von Mitte Juli mit 49 Toten in Nordrhein-Westfalen untersuchen.

Am Tag vor der Flut-Katastrophe hatte Kachelmann bei Twitter eine Warnung ausgesprochen

Ein Panzer der Bundeswehr hatte im Juli auf der B265 zahlreiche Autos geborgen, weil die Strecke durch die Flut-Katastrophe völlig überflutet wurde.
Ein Panzer der Bundeswehr hatte im Juli auf der B265 zahlreiche Autos geborgen, weil die Strecke durch die Flut-Katastrophe völlig überflutet wurde.  © David Young/dpa

Im Frühjahr 2022 soll dem Landtag ein öffentlicher Bericht über die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse vorgelegt werden. Im Mai 2022 sind in NRW Landtagswahlen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa, David Young/dpa (Bildmontage)

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