Instagram unter Druck: Geplante Kinder-Version völlig unausgereift?

Menlo Park (USA) - Instagram setzt nach kritischen Medienartikeln die Entwicklung einer Version für Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren aus.

Instagram-Chef Adam Mosseri (38) und seine Frau Monica Mosseri bei der MET-Benefizgala in New York.
Instagram-Chef Adam Mosseri (38) und seine Frau Monica Mosseri bei der MET-Benefizgala in New York.  © Evan Agostini/Invision via AP/dpa

Man glaube zwar weiterhin, dass es richtig wäre, für sie eine spezielle Variante des Foto-Dienstes anzubieten, schrieb Instagram-Chef Adam Mosseri (38) in einem Blogeintrag am Montag.

Zunächst solle es aber ausführlichere Konsultationen mit Experten, Eltern und Politikern geben. "Instagram Kids" sei nie für Kinder jünger als zehn gedacht gewesen.

In den vergangenen Wochen waren die Instagram-Mutter Facebook sowie deren Gründer Mark Zuckerberg (37) nach einer Serie von Enthüllungsartikeln im "Wall Street Journal" und anderen Medien verstärkt unter Druck geraten.

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Darin hieß es unter Berufung auf interne Facebook-Unterlagen auch, das Online-Netzwerk habe selbst festgestellt, dass die Nutzung von Instagram sich negativ auf die psychische Gesundheit zahlreicher Teenager ausgewirkt habe, vor allem von Mädchen. Facebook bestreitet die Darstellung.

Aktuell können Kinder ab dem Alter von 13 Jahren sich offiziell bei Instagram anmelden. Tatsächlich richten sich auch jüngere Kinder oft einen Account ein und geben dabei ein falsches Geburtsdatum ab.

Instagram und Facebook bekommen Gegenwind von Kinderschutz-Organisationen

Kinder können die Altersprüfung bei Instagram kinderleicht umgehen.
Kinder können die Altersprüfung bei Instagram kinderleicht umgehen.  © kovop58/123RF

Facebook will das Problem mit einer angepassten Version für sie ohne Werbung und mit mehr Kontrolle durch die Eltern angehen. Für das seit längerer Zeit bekannte Projekt gab es aber bereits Gegenwind unter anderem von Kinderschutz-Organisationen.

Titelfoto: kovop58/123RF

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