Bald kostenpflichtig? Telegram will Bezahlschranke einführen

Moskau - Der Messengerdienst Telegram könnte bald kostenpflichtig werden. Ein Bezahlmodell soll eine Reaktion auf das rasante Wachstum des Nachrichtenkanals sein.

Telegram will kostenpflichtige Funktionen einführen.
Telegram will kostenpflichtige Funktionen einführen.  © Sergei Konkov/TASS/dpa

Alle derzeit kostenlosen Funktionen sollen aber kostenlos bleiben, teilte Telegram-Gründer Pawel Durow mit.

Es werde jedoch neue Funktionen geben, für die Nutzer dann zur Kasse gebeten würden. Wie diese aussehen sollen, teilte das Unternehmen nicht mit.

Auf Anzeigen zur Finanzierung des Dienstes, die etwa beim Lesen von Nachrichten aufploppen könnten, will der Messenger aber weiterhin verzichten.

"Die Kommunikation zwischen Menschen sollte frei von Werbung jeglicher Art sein", so Durow.

Pawel Durow (36) gilt als russischer Mark Zuckerberg.
Pawel Durow (36) gilt als russischer Mark Zuckerberg.  © Screenshot/Instagram/durov

Telegram hat 500 Millionen aktive Nutzer

Nach eigenen Angaben hat Telegram mittlerweile 500 Millionen aktive Nutzer weltweit. Der Messenger wurde 2013 gegründet und war zunächst wegen seiner Verschlüsselung besonders bei Oppositionellen in autoritären Ländern beliebt.

"Wir werden das Unternehmen nicht wie die Gründer von WhatsApp verkaufen. Die Welt braucht Telegram, um unabhängig zu bleiben", heißt es vom Telegram-Gründer. Um das zu gewährleisten, müsse der Dienst vom kommenden Jahr an Einnahmen generieren. "Wir werden unzählige neue Funktionen einführen und Milliarden neue Nutzer begrüßen", so Durow weiter.

Der 36-Jährige gilt als der russische Mark Zuckerberg. Aus Angst vor politischer Verfolgung lebt Durow im Ausland. Er hat auch das soziale Netzwerk VKontakte gegründet, das russische Pendant zu Facebook.

Titelfoto: Sergei Konkov/TASS/dpa

Mehr zum Thema Internet:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0