Corona-Lügen verbreitet: YouTube sperrt Kanal von #allesaufdentisch

Netz - Die Videoplattform YouTube hat bereits im vergangenen Jahr einen Clip der umstrittenen Promi-Aktion #allesaufdentisch gelöscht. Nun hat das Videoportal den Kanal gesperrt, weil veröffentlichte Inhalte gegen die Richtlinien des Unternehmens verstoßen haben sollen. Demnach ging es um Falsch-Informationen zur Corona-Pandemie.

YouTube hat wegen Verstoßes gegen seine Richtlinien zeitweise den #allesaufdentisch-Kanal gesperrt.
YouTube hat wegen Verstoßes gegen seine Richtlinien zeitweise den #allesaufdentisch-Kanal gesperrt.  © Monika Skolimowska/dpa

Eine Infektion mit dem Covid-19-Erreger sei vergleichbar mit einer Erkältung, und die Schutz-Impfung gegen das Virus tödlich: 13.000 Menschen seien deshalb gestorben. So lauteten Fehlinformationen, die von #allesaufdentisch in Umlauf gebracht wurden.

Wie der Spiegel berichtet, darf der Kanal deshalb nun eine Woche lang keine neuen Videos hochladen - und wurde blockiert. Zuvor wurde das entsprechende Video mit den verbreiteten Lügen entfernt.

"YouTube hat klare Richtlinien, was erlaubt ist auf der Plattform und was nicht", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Falsche Angaben zur Sterblichkeit oder über Symptome von Covid-19 verstoßen somit ganz klar dagegen.

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Ein zweites Video durfte erstmal online bleiben, obwohl die Betreiber darin behaupteten, dass die Corona-Impfung bei genesenen Personen Schäden verursache: "Sie könnten genauso gut eine Waffe nehmen und anfangen, Menschen zu erschießen", heißt es diesbezüglich in einer Unterhaltung zwischen US-Regisseur Sean Stone (37) und dem Kardiologen Peter A. Mc Cullough.

Beweise für ihre Angaben lieferten beide nicht. Zum Schluss waren sich die beiden Gesprächspartner sicher, dass YouTube ihr Gespräch wohl "zensieren" werde.

Der Arzt machte übrigens schon in der Vergangenheit falsche oder irreführende Aussagen zu Corona. Alle wurden im Faktencheck widerlegt!

Weshalb das Video noch online ist? Unklar!

"Babylon Berlin"-Star ebenfalls beteiligt

Die Internetaktion #allesaufdentisch, an der sich unter anderen die Schauspieler Volker Bruch (41, "Babylon Berlin") und Wotan Wilke Möhring (54, "Who Am I – Kein System ist sicher") beteiligt haben, wurde Ende September vergangenen Jahres gestartet. In den meisten Videos werden unter anderem die Corona-Maßnahmen sowie die mediale Berichterstattung darüber kritisiert.

Den Machern wurde immer wieder vorgeworfen, verschwörungsideologische Erzählungen zu bedienen.

Im Oktober hatte sich Volker Bruch in einem Interview zu den Beweggründen seiner Teilnahme an der umstrittenen Aktion #allesaufdentisch geäußert: "Wenn ich Missstände sehe und sie nicht benenne, dann stimme ich zu und akzeptiere sie. Das möchte ich nicht", sagte er "Berliner Zeitung". "Ich möchte mich zu Wort melden, wenn ich eine Diskrepanz zwischen der in den Medien abgebildeten Meinung und den verfügbaren Informationen sehe."

Schauspieler Volker Bruch (34) wurde im vergangenen Jahr vom "Tip"-Magazin zum peinlichsten Berliner gekürt, unter anderem wegen seinen umstrittenen Aussagen zum Coronavirus.
Schauspieler Volker Bruch (34) wurde im vergangenen Jahr vom "Tip"-Magazin zum peinlichsten Berliner gekürt, unter anderem wegen seinen umstrittenen Aussagen zum Coronavirus.  © Christian Charisius/dpa

Als Beispiel nannte Bruch damals, dass aus seiner Sicht ein Druck auf Ungeimpfte ausgeübt werde.

Titelfoto: Montage: Monika Skolimowska/dpa, Christian Charisius/dpa

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