Falsches Rezo-Zitat zur Corona-Impfung sorgt im Netz für Wirbel

Netz - Ein vermeintliches Zitat des Youtubers Rezo (28) sorgt für Aufsehen in den sozialen Netzwerken.

Youtuber Rezo ist besonders wegen seiner scharfen Kritik an der CDU bekannt geworden. Jetzt macht ein Zitat die Runde, das er so nie gesagt hat.
Youtuber Rezo ist besonders wegen seiner scharfen Kritik an der CDU bekannt geworden. Jetzt macht ein Zitat die Runde, das er so nie gesagt hat.  © Henning Kaiser/dpa

In einer Text-Bild-Kombination, deren Aufmachung an die Werbekampagne des Gesundheitsministeriums für die Corona-Schutzimpfung erinnert, steht neben einem Foto von Rezo: "Ey, leude, checkt euch den nicen juice, impfgegner sind lowbobs! seid nicht wack, holt euch 'ne vacc!" Viele Nutzerinnen und Nutzer auf Facebook zeigen sich irritiert über die Formulierungen.

Was ist also dran?

Das Motiv mit dem vermeintlichen Zitat des Youtubers Rezo ähnelt zwar der Impf-Werbekampagne des Bundesgesundheitsministeriums, ist aber kein Teil davon.

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Die Sätze stammen aus dem Satire-Magazin "Titanic", das in seiner Mai-Ausgabe mehreren Prominenten Aussagen zur Impfung in den Mund gelegt hat.

Die vermeintliche Rezo-Werbung kursierte am 8. Juni 2021 zunächst auf Twitter, wo viele Nutzer sie für echt hielten, und fand dann ihren Weg auf Facebook.

Allerdings stellte Rezo selbst via Twitter klar, dass es sich um Satire und ein "fake Zitat/Foto von mir" handele. "Titanic" verwies anknüpfend daran auf den gesamten Artikel, in dem weiteren Prominenten wie Luisa Neubauer, Harald Schmidt und Fynn Kliemann Zitate untergeschoben werden.

Der Youtuber Rezo wurde im Jahr 2019 einem größeren Publikum bekannt, als er kurz vor der Europawahl in einem Video die CDU scharf kritisierte. Die "Titanic" ahmt in ihrer aktuellen Satire Rezos Sprachstil nach - sodass offenbar viele Nutzerinnen und Nutzer das vermeintliche Zitat für authentisch halten.

Auch das Foto von Rezo wurde manipuliert: Das Pflaster am Hals wurde nachträglich ins Bild retuschiert, wie ein Abgleich mit dem Original aus dem Jahr 2017 zeigt. Impfungen werden zudem meist in den Muskel im Oberarm gespritzt - nicht in den Hals.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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