Massive Netzwerk-Störung bei der Telekom: Problem behoben

Düsseldorf - Eine schwere Störung im Netzwerk der nordrhein-westfälischen Landesverwaltung hat am Dienstag die Arbeit von zahlreichen Behörden massiv beeinträchtigt.

Ursächlich für die massiven Netzwerk-Probleme ist eine größere Störung an zentralen Knoten der Telekom, wie IT.NRW berichtet. (Symbolfoto)
Ursächlich für die massiven Netzwerk-Probleme ist eine größere Störung an zentralen Knoten der Telekom, wie IT.NRW berichtet. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

Allein im Zuständigkeitsbereich des Justizministeriums waren nach Angaben eines Sprechers 30 Einrichtungen betroffen, darunter die Staatsanwaltschaft Duisburg. Eine Sprecherin in Duisburg sagte, dass sie nicht auf Akten zugreifen könne. Auch sei kein Mailversand möglich. Das Telefon funktioniere aber.

Laut Landesbetrieb Information und Technik war das sogenannte Landesverwaltungsnetz (LVN) seit Montagabend "erheblich gestört". "Ursächlich ist eine größere Störung an zentralen Knoten der Telekom", berichtete IT.NRW in Düsseldorf.

"Es sind mehrere Verfahren im Landesverwaltungsnetz sowie das Verfahren der Telearbeit der Landesbediensteten betroffen", hieß es. Beim LVN handele es sich laut IT.NRW um eine "Verbindung aller Behörden und Einrichtungen", die die technische Basis für die Digitalisierung der Verwaltung in NRW bilde.

IT.NRW arbeite zusammen mit der Telekom an der Lösung des Problems. "Eine Gesamtanalyse, welche Verfahren und Landesbehörden genau betroffen sind, gibt es aktuell nicht", erklärte eine Sprecherin.

Ursache der Störung noch unklar

Auch bei IT.NRW selbst lief nicht alles rund. Es gab twar keinen Totalausfall, aber erhebliche Probleme mit Videokonferenzen und Telefonie. (Symbolfoto)
Auch bei IT.NRW selbst lief nicht alles rund. Es gab twar keinen Totalausfall, aber erhebliche Probleme mit Videokonferenzen und Telefonie. (Symbolfoto)  © Felix Kästle/dpa

Auch eine zeitliche Prognose, wann die Störung behoben sein werde, sei noch nicht möglich, "da die Fehlerbehebung bei der Telekom maßgeblich ist".

Ein Telekom-Sprecher bestätigte am Nachmittag, dass man zusammen mit Technikern von IT.NRW daran arbeite, das Ganze zu beheben. Was konkret die Ursache sei, müsse noch ermittelt werden. Wann die Störung behoben werden könne, sei noch nicht abzusehen.

Von der Störung betroffen war unter anderem die Übermittlung von aktuellen Corona-Fallzahlen durch die Gesundheitsämter an das Landeszentrum Gesundheit NRW. Dieses konnte in der Folge nur unvollständige Daten an das Robert Koch-Institut weiterleiten.

Die für Dienstag angegebenen Daten enthielten in der Folge unter anderem keine neuen Fallzahlen für die Städte Köln, Düsseldorf oder Duisburg.

Betroffen war auch das Innenministerium in Düsseldorf. Ein Sprecher sagte, dass dort das Internet nicht funktioniere. Mailversand und Telefonie seien aber möglich.

Auch bei IT.NRW selbst lief nicht alles rund. Zwar gebe es keinen Totalausfall, aber Probleme mit Videokonferenzen und Telefonie, sagte eine Sprecherin.

Update, 21. April, 11.01 Uhr: System-Neustart, Ursache weiter unklar

Nach einer massiven Störung im IT-Netz der Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen mit Auswirkungen unter anderem auf die Übermittlung von Corona-Zahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) ist das System am Mittwochmorgen neu gestartet worden.

Ein Sprecher des Landesbetriebs IT.NRW sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Neustart um 6 Uhr erfolgt sei, da am Landesverwaltungsnetz mehr als 26.000 Telearbeitsplätze angeschlossen seien. Derzeit werde geprüft, ob alles wieder störungsfrei funktioniere. Nach ersten Erkenntnissen sei das der Fall.

Die Ursache der massiven Störung sei noch nicht klar. Es liefen dazu Gespräche mit einem Telekommunikationsanbieter. Seit Montagabend gab es den Angaben zufolge massive Störungen beim Internet und bei der Telefonie, die über das Internet läuft.

Update, 13.17 Uhr: Problem behoben

Die schwere Störung im IT-Netz der Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen mit Auswirkungen unter anderem auf die Übermittlung von Corona-Zahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) ist behoben.

Das sei durch gemeinsame Maßnahmen des Landesbetriebs IT.NRW und des Unternehmens T-Systems/Telekom am Mittwochmorgen gelungen, teilte ein Sprecher des Landesbetriebes mit.

Alle Nutzer des Landesverwaltungsnetzes könnten seitdem wieder störungsfrei arbeiten.

Seit Montagabend war es demnach zu Störungen gekommen. Ursächlich dafür sei eine Störung einer wichtigen Telekommunikationsverbindung gewesen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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