Verbannung von Gratis-Nutzern auf Twitter? Elon Musk äußert sich

San Francisco - Kurz nach Bekanntgabe von Einschränkungen für die kostenlose Nutzung von Twitter hat sich Besitzer Elon Musk (51) in einem wichtigen Punkt korrigiert.

Nach seiner ursprünglichen Ankündigung ruderte Elon Musk (51) nun ein Stück weit zurück.
Nach seiner ursprünglichen Ankündigung ruderte Elon Musk (51) nun ein Stück weit zurück.  © Susan Walsh/AP/dpa

Dabei geht es darum, wessen Tweets in den von Software zusammengestellten "Für dich"-Feed kommen dürfen.

In seinem ursprünglichen Tweet in der Nacht zum Dienstag schrieb Musk, dass in dem Bereich vom 15. April an nur Beiträge zahlender Abo-Kunden auftauchen werden.

Keine 24 Stunden später stellte er nun klar: "Vergaß zu erwähnen, dass Accounts, denen man folgt, auch in 'Für dich' sein werden." Schließlich wollten Nutzer ja ausdrücklich Tweets dieser Accounts lesen.

Die komplette Verbannung der Gratis-Nutzer aus dem "Für dich"-Bereich hätte die Reichweite ihrer Tweets verringern können. Allerdings sind keine Zahlen dazu bekannt, wie viele bei Twitter sich die Beiträge vom Algorithmus ausgewählt statt in der chronologischen Reihenfolge anzeigen lassen.

Musks ursprüngliche Ankündigung löste Kritik und Vorwürfe von Geldschneiderei aus. Nun scheint es nur um die Tweets von Accounts zu gehen, denen ein Nutzer nicht folgt. Der "Für dich"-Algorithmus wirft in den Bereich zum Teil Beiträge von Profilen ein, die man nicht abonniert hat.

Der Tech-Milliardär hatte auch angekündigt, dass die Teilnahme an Twitter-Umfragen nur zahlenden Abo-Kunden vorbehalten sein soll. Das Abo kostet in Deutschland acht Euro im Monat.

Musk hatte Twitter im Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Nach einem Einbruch der Werbeeinnahmen will er stärker auf Abo-Erlöse setzen.

Titelfoto: Susan Walsh/AP/dpa, Screenshot Twitter @elonmusk

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