Zwei Stunden Verhör: Ist der rappende Stadtrat nun ein Fall für die Kripo?

Mannheim - In Mannheim sorgt derzeit der rappende Stadtrat Julien Ferrat für einen Skandal.

Foto von Ferrat: Er gibt einen "feuchten Furz" auf die Politik des Mannheimer Oberbürgermeisters Peter Kurz (SPD).
Foto von Ferrat: Er gibt einen "feuchten Furz" auf die Politik des Mannheimer Oberbürgermeisters Peter Kurz (SPD).  © Julien Ferrat

Denn der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) zeigte Ferrat aufgrund eines Disstracks gegen seine Person an, wie Ferrat jetzt mitteilte.

Auch die Mannheimer Stadträtin Heidrun Kämper (SPD) ist an diesem Strafantrag beteiligt, so Ferrat. An ihr lässt der rappende Stadtrat in seinem Disstrack auch kein gutes Haar.

Nun soll gegen Ferrat wegen übler Nachrede ermittelt werden. Doch um was geht es eigentlich?

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Der Stadtrat Julien Ferrat gehört der Mannheimer Volkspartei an, die er selbst gründete (TAG24 berichtete). Er fällt gerne durch provozierende YouTube-Videos auf. In denen zeigt er seine Rapp-Künste, nennt sich "Stadtrat Ferrat" und lässt sich meist über Politik aus.

Gefällt ihm was nicht, hält er nicht lange still und legt los. So will er künstlerisch Missstände aufzeigen. Wie sinnvoll dabei die Aneinanderreihung infantiler Beleidigungen ist, dürfte nun Angelegenheit der Ermittler sein.

Denn in beleidigender Art und Weise greift Ferrat jetzt Mannheims Bürgermeister Kurz und Stadträtin Kämper an.

Ferrat behauptet aufgrund seines Disstracks zwei Stunden von der Kripo verhört worden zu sein. (Symbolbild)
Ferrat behauptet aufgrund seines Disstracks zwei Stunden von der Kripo verhört worden zu sein. (Symbolbild)  © Julien Ferrat

So heißt es in einer Textzeile: „Das ist der Disstrack gegen Peter Kurz, auf seine Meinung geb' ich 'nen feuchten Furz“.

In einer anderen: „Ich war schon immer ein Kämpfer und scheiß auf Leute wie Heidrun Kämper“.

Mit diesem Video sammelte Ferrat neben 30.000 Klicks auf der Plattform YouTube nun auch Ärger ein.

Ferrat behauptet: "Ich bin zwei Stunden lang von der Kripo als Beschuldigter verhört worden. Wir sind die einzelnen Textpassagen durchgegangen."

Ob dies wirklich so stattgefunden hat, konnte die Polizei Mannheim auf TAG24-Anfrage zunächst nicht bestätigen.

Nun hofft Ferrat, dass der Strafantrag gegen ihn aufgrund des Rechts auf freie Meinungsäußerung fallengelassen wird.

Titelfoto: Julien Ferrat

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