Wer Tindern will, muss Koreanisch können? Dating-App verwirrt zurzeit User

Netz - Tinder hat offenbar neue Geschäftsbedingungen, allerdings gibt's die nur auf Koreanisch! Wer den neuen AGBs nicht zustimmt, kann die Dating-App nicht mehr nutzen.

So sehen bei einigen Tinder-Nutzern die neuen Geschäftsbedingungen aus. Offenbar lässt sich das Ganze nur auf Koreanisch anzeigen.
So sehen bei einigen Tinder-Nutzern die neuen Geschäftsbedingungen aus. Offenbar lässt sich das Ganze nur auf Koreanisch anzeigen.  © twitter.com/jakehunteruk

Tinder hat anscheinend ein neues und sehr verwirrendes Update ausgerollt. Wie Twitter-User mit Fotos und Videos beweisen, werden einigen Nutzern der Handy-App zurzeit neue allgemeine Geschäftsbedingungen angezeigt.

Um weiterhin nach rechts und links swipen zu können, muss man diese AGBs akzeptieren und dabei allen möglichen rechtlichen Kleinigkeiten zustimmen.

Die Sache hat aber einen Haken: Wenn man sich die Bedingungen mal genauer durchlesen möchte, dann werden sie ausschließlich in koreanischer Sprache angezeigt!

Wer nicht gerade zufällig Koreanisch beherrscht, kann also überhaupt nicht nachvollziehen, was genau Tinder nun geändert hat. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil es bei den AGBs um wichtige rechtliche Dinge wie das Übertragen von persönlichen Daten an Dritte geht.

Nicht mal löschen kann man sein Profil, ohne zuvor den unbekannten Bedingungen zugestimmt zu haben! Selbst wer keine Lust mehr auf Tindern hat, muss erst den koreanischen AGBs zustimmen, ehe er in den Optionen seine Daten entfernen kann.

Nur ein technischer Fehler bei Tinder oder ein größeres Problem?

Besonders verdächtig an dem Ganzen ist, dass die Dating-App gar keine entsprechenden Updates angekündigt hat.

Auf der offiziellen Webseite von Tinder finden sich immer noch die Nutzungsbedingungen, die zuletzt am 1. August 2020 überarbeitet wurden. Die lassen sich immerhin ohne Probleme in allen möglichen Sprachen wie Deutsch oder Englisch lesen.

Möglicherweise handelt es sich bei den koreanischen AGBs aber auch nur um einen technischen Fehler, der in Kürze behoben werden kann. Bislang gab es noch keine offizielle Stellungnahme oder Reaktion von Tinder zu dem Problem.

Mit etwas Glück bekommt Ihr von dem Ganzen aber auch gar nichts mit, denn bislang scheinen noch keine deutschen Nutzer betroffen zu sein.

Titelfoto: twitter.com/jakehunteruk

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