Wirbel im Netz: Manager von Pharmakonzern Pfizer verhaftet?

Vancouver - Impfgegner lassen keine Gelegenheit aus, die Hersteller von Corona-Impfstoffen zu diskreditieren. Eines ihrer Mittel: Satire als reale Nachrichten zu verkaufen.

Es wurde kein Manager des US-Pharmakonzerns Pfizer verhaftet. Eine entsprechende Meldung stammt von einer Satire-Seite.
Es wurde kein Manager des US-Pharmakonzerns Pfizer verhaftet. Eine entsprechende Meldung stammt von einer Satire-Seite.  © Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

So zeigt ein Screenshot ein Mitglied der Geschäftsführung des US-Pharmakonzerns Pfizer - das angeblich verhaftet worden sei.

Was steckt dahinter?

Der Screenshot stammt aus einer Meldung der "Vancouver Times" vom 6. Mai 2022. Diese ist "die zuverlässigste Quelle für Satire an der Westküste. Wir schreiben satirische Geschichten über Themen, die Konservative betreffen", so die Selbstdarstellung auf ihrer Webseite.

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Im satirisch gemeinten, erfundenen Beitrag heißt es, ein Mitglied der Geschäftsführung (Executive Vice President) von Pfizer, Rady Johnson, sei angeblich verhaftet worden.

Es seien Tausende Dokumente gefunden worden, die die Gefährlichkeit des Corona-Impfstoffs bewiesen. Johnson werde nun wegen Betrugs angeklagt.

In der Meldung selbst wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich dabei um Satire handelt.

Screenshots, die über soziale Medien verbreitet werden, ist nicht immer zu trauen. Sie können mithilfe von Online-Werkzeugen verfälscht werden oder - wie in diesem Fall - von Satire-Seiten stammen.

Titelfoto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

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