Schlimme Umweltverschmutzung im Mittelmeer! Etliche Tiere mit schwarzer Masse verklebt

Tel Aviv - Nach einer schweren Ölverschmutzung hat Israel am Sonntag seine Mittelmeerstrände für Besucher geschlossen. Die Bürger wurden aufgerufen, nicht schwimmen zu gehen und nicht am Strand Sport zu treiben. Die Umweltverschmutzung könne die Gesundheit gefährden, hieß es zur Erklärung.

Menschen stehen um einen jungen Finnwal, der tot an einen Strand südlich von Tel Aviv geschwemmt wurde.
Menschen stehen um einen jungen Finnwal, der tot an einen Strand südlich von Tel Aviv geschwemmt wurde.  © Ilia Yefimovich/dpa

In den vergangenen Tagen hatte eine Ölpest an Israels Stränden schweren Schaden angerichtet. Besonders betroffen war die Tierwelt, zahlreiche Meerestiere wie Schildkröten waren mit einem schwarzen, klebrigen Film bedeckt. Ein junger Finnwal wurde leblos an den Strand gespült.

Nach israelischen Medienberichten waren vor Israels Küste Dutzende Tonnen Öl ins Meer gelaufen. Der Grund war zunächst unklar.

Tausende von Freiwilligen halfen am Wochenende bei Reinigungsbemühungen an den Stränden. Mehrere von ihnen klagten jedoch nach Medienberichten später über Unwohlsein.

Schaul Goldstein, Vorsitzender der israelischen Natur- und Parkbehörde, sprach von der schlimmsten Naturkatastrophe seit Jahren.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (71) besuchte am Sonntag den Strand nahe der Hafenstadt Aschdod. Er sagte, das Umweltministerium werde einen Plan zur Säuberung der Strände ausarbeiten.

Eine Luftaufnahme zeigt das tote Finnwal-Kalb, das an einem Strand südlich von Tel Aviv angespült wurde. Laut israelischer Beamten ist die Todesursache unklar.
Eine Luftaufnahme zeigt das tote Finnwal-Kalb, das an einem Strand südlich von Tel Aviv angespült wurde. Laut israelischer Beamten ist die Todesursache unklar.  © Oren Ziv/dpa

Man habe in Gesprächen mit dem südlichen Nachbarland Ägypten vorgeschlagen, dass Schiffe im Mittelmeer künftig mit umweltfreundlichem Treibstoff ausgestattet werden. "Wenn mehrere Länder zusammenarbeiten, können wir binnen weniger Jahre eine große Veränderung bewirken, so dass das Meer, das Land und die Strände sauber bleiben."

Titelfoto: Ilia Yefimovich/dpa

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