Nach Nahost-Demo in Nürnberg: Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung

Nürnberg - Der Staatsschutz ermittelt nach Demonstrationen zum Nahost-Konflikt in Nürnberg wegen des Anfangsverdachts der Volksverhetzung.

Bei einer Demo in Nürnberg hatten Polizisten bereits im Vorfeld Schilder und Banner mit antisemitischen Äußerungen sichergestellt. (Archiv)
Bei einer Demo in Nürnberg hatten Polizisten bereits im Vorfeld Schilder und Banner mit antisemitischen Äußerungen sichergestellt. (Archiv)  © --/dpa

Die Polizei hatte vor einer Versammlung Schilder und Transparente sichergestellt, auf die zum Teil antisemitische Äußerungen geschrieben waren, wie die Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Elke Schönwald, am Dienstag sagte.

Außerdem überprüfe das Staatsschutzkommissariat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Redebeiträge in arabischer Sprache von den beiden Demonstrationen am Samstag in der Innenstadt, die in sozialen Netzwerken abrufbar seien. Es habe Hinweise auf diskriminierende Inhalte gegeben, sagte Schönwald.

Gegen wie viele Demonstranten sich die Ermittlungen richteten, sei noch unklar.

An den Kundgebungen hatten sich nach Polizeiangaben zwischen 150 und 250 Menschen beteiligt.

Titelfoto: --/dpa

Mehr zum Thema Israel: