20-Jähriger masturbiert, danach liegt er auf der Intensivstation

Winterthur (Schweiz) - Einen ungewöhnlichen Fall hatten Ärzte im Schweizer Ort Winterthur zu behandeln. Ein junger Mann musste nach seiner Masturbation auf die Intensivstation.

Beim Masturbieren bekam der Mann plötzlich Schmerzen. (Symbolbild)
Beim Masturbieren bekam der Mann plötzlich Schmerzen. (Symbolbild)  © 123RF/markoaliaksandr

Der 20-Jährige wurde mit schwerer Atemnot und Brustschmerzen in die Notaufnahme eingeliefert, wie die Mediziner im "Radiology Case Reports" schildern.

Der Patient, der unter leichtem Asthma leidet, berichtete, dass er zuvor im Bett lag und masturbierte, als die Schmerzen plötzlich anfingen.

Zudem war sein Gesicht geschwollen und die Ärzte stellten Krepitationen (hör- und fühlbare Aneinanderreibung von Frakturteilen) vom Unterkiefer über den Hals und die Brust bis zu den Ellbogen auf beiden Seiten fest.

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Bei Untersuchungen kam heraus, dass der junge Schweizer eine "spontane Pneumomediastinum" hatte.

Eine Pneumomediastinum ist eine Luftansammlung im Mittelfellraum (senkrecht verlaufender Gewebsraum in der Brusthöhle).

Beim 20-Jährigen verteilte sich die Luft allerdings bis zum Kopf. Zur Beobachtung und Behandlung kam er auf eine Intensivstation, anschließend auf eine Normalstation.

Der Mann konnte das Krankenhaus nach vier Tagen verlassen.

Der Fall des 20-Jährigen stellte für die Ärzte eine Besonderheit dar. Denn bisher ist kein ähnlicher Fall bekannt, bei dem eine Pneumomediastinum während einer Selbstbefriedigung auftrat.

Normalerweise wird diese durch anstrengende körperliche Betätigung, übermäßiges Erbrechen oder heftiges Husten ausgelöst, wie die Mediziner berichten. Sie bezeichnen den Fall daher als "ungewöhnlich".

Titelfoto: 123RF/markoaliaksandr

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