Dieser Fußweg bringt Autofahrer und Biker zur Verzweiflung

Großwallstadt - Als Autobarriere hat die unterfränkische Gemeinde Großwallstadt im Landkreis Miltenberg einen der womöglich kürzesten Fußwege Deutschlands gebaut.

In Großwallstadt wurde ein neun Meter langer und 2,20 Meter breiter Fußweg gebaut, der Autos, Lastwagen und Motorräder ausbremsen soll.
In Großwallstadt wurde ein neun Meter langer und 2,20 Meter breiter Fußweg gebaut, der Autos, Lastwagen und Motorräder ausbremsen soll.  © dpa/Andreas Arnold

Keine zehn Meter lang und nicht einmal zweieinhalb Meter breit, an einem Ende mittig eine Straßenlaterne - und schon müssen Autos, Lastwagen, Motorräder und Co. woanders fahren.

Eigentlich hätte er den asphaltierten Feldweg, auf dem früher Kieslaster unterwegs waren, mit einem Zaun für jedermann verschließen müssen, erklärte der Erste Bürgermeister Roland Eppig (Freie Wähler).

Doch damit Anwohner am Ortsrand auch weiter über die Felder entlang von kleinen Seen spazieren gehen können, habe er sich mit dem Bauamt auf einen Kompromiss verständigt - eine Fahrbahnverengung, Durchgangsverkehr verboten.

Teenager entdeckt 4800 Kilometer gereiste Flaschenpost: Jetzt hat er ein Problem
Kurioses Teenager entdeckt 4800 Kilometer gereiste Flaschenpost: Jetzt hat er ein Problem

Auf dem - wenn auch außergewöhnlich kurzen Fußweg - müssen selbst Radfahrer absteigen und ihr Fahrrad schieben. An jedem Ende ein rundes, blau-weißes Hinweisschild, rechts und links zwei Blumenkübel, rot-weiße Bordsteine als Blickfang.

Der außergewöhnliche Fußweg ist dermaßen schmal gehalten, dass selbst zwei Fußgänger dort nebeneinander her laufend nicht den notwendigen Corona-Abstand einhalten könnten.

Kurioser Fußweg in Großwallstadt ist so eng, dass zwei Fußgänger nicht einmal den Corona-Abstand einhalten können

Ein kurioser Radweg verhindert die Zufahrt für Autos von der Bundesstraße in das Mainstädtchen.
Ein kurioser Radweg verhindert die Zufahrt für Autos von der Bundesstraße in das Mainstädtchen.  © dpa/Andreas Arnold

Das Bauprojekt wurde Eppig zufolge angestoßen, weil ein Fahrradfahrer im vergangenen Jahr tagsüber gegen die damals noch am Rand stehende Laterne gefahren war und daraufhin juristisch gegen die Gemeinde im Landkreis Miltenberg vorgehen wollte.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

Mehr zum Thema Kurioses: