Fehler bei Google: Ingenieur wird plötzlich zum Serienmörder erklärt

Zürich - Es ist wohl der Albtraum eines jeden Menschen: Man googelt nach seinem Namen und findet sein privates Bild neben der Überschrift "Serienmörder". Und das, obwohl man völlig unschuldig ist!

Beim Googeln nach seinem Namen erlebte ein Schweizer Ingenieur eine böse Überraschung. (Symbolbild)
Beim Googeln nach seinem Namen erlebte ein Schweizer Ingenieur eine böse Überraschung. (Symbolbild)  © dpa/Lukas Schulze

Genau dieser Albtraum wurde für den Züricher Ingenieur Hristo Georgiev wahr. Wie er in seinem Blogbeitrag "Google machte mich zu seinem Serienkiller" schrieb, wurde er von einem Kollegen auf die brisante Verwechslung aufmerksam gemacht.

Denn der hatte den Namen Hristo Georgiev gegoogelt und fand dessen Bild als Vorschau für den Wikipedia-Artikel eines gleichnamigen bulgarischen Serienkillers.

Besagter Killer hatte in den 1970er Jahren mindestens fünf Menschen auf grausame Art ermordet, weshalb ihm der Name "Sadisten-Mörder" gegeben wurde.

Was ist da los? Frau muss mit "schwangerem Finger" zum Arzt
Kurioses Was ist da los? Frau muss mit "schwangerem Finger" zum Arzt

Ein Schock für den Ingenieur Hristo Georgiev! Er glaubte zunächst an einen bitterbösen Scherz und wollte sich den Eintrag genauer ansehen.

Doch beim Anklicken des Wikipedia-Artikels stellte sich schnell heraus, dass in diesem sein Bild überhaupt nicht auftauchte.

Es war ein Algorithmus-Fehler von Google, sein Foto, welches er auch auf seinem LinkedIn-Profil verwendete, zu dem Wikipedia-Eintrag als Vorschaubild hinzuzufügen.

Google hat wohl öfters Probleme mit seinen Infoboxen

Der wahre Serienmörder Hristo Georgiev ist längst verstorben: Er wurde 1980 zum Tode verurteilt. (Symbolbild)
Der wahre Serienmörder Hristo Georgiev ist längst verstorben: Er wurde 1980 zum Tode verurteilt. (Symbolbild)  © 123RF/ Thanakorn Suppamethasawat

Hristo Georgiev konnte über diesen technischen Fehler zunächst glücklicherweise lachen. Immerhin wäre jedem bei dem Lesen des Artikels bewusst geworden, dass nicht er als Ingenieur des zum Tode verurteilten Serienmörders (†24) gemeint ist.

Dann wurde ihm bewusst, wie erschreckend es ist, dass der weltweit größten Suchmaschine solch ein Fehler unterlaufen war. Ein Grund, weshalb er sich dazu entschied, auf seinem Blog öffentlich darüber zu berichten.

Auch die Verwechslung erstaunte ihn, denn der Name Hristo Georgiev taucht über 100-mal neben vielen Bildern im Netz auf. Weshalb ausgerechnet er mit dem Serienkiller in Verbindung gebracht wurde, ist schleierhaft.

Pastorin wird Stripperin, weil sie pleite ist: Dann überschlagen sich die Ereignisse
Kurioses Pastorin wird Stripperin, weil sie pleite ist: Dann überschlagen sich die Ereignisse

Der Fehler wurde mittlerweile von Google behoben. Der Ingenieur hatte sich an die HackerNews-Community gewandt, welche die Lösung des Problems erheblich beschleunigten.

Dort betonten die User, dass es nicht das erste Mal wäre, dass solch ein Fehler Google unterlaufen ist. Denn die Infoboxen, welche auf der rechten Seite beim Googeln auftauchen, werden automatisch generiert.

Daher können sich oft Fehler, beispielsweise bei der Öffnungszeiten von Läden, einschleichen. Es gilt: Lieber einmal mehr klicken und nachlesen!

Titelfoto: dpa/Lukas Schulze

Mehr zum Thema Kurioses: