Frau erhält eine Postkarte, die im Jahr 1920 abgesendet wurde

Belding (USA) - Zahlreiche Menschen können dieses ärgerliche Gefühl wohl nachempfinden, wenn man einen Brief versendet, dieser aber nie oder viel zu spät ankommt. Doch was eine Frau aus der Stadt Belding, im US-Bundesstaat Michigan, berichtet, ist schier unglaublich. Sie erhielt eine Postkarte aus dem Jahr 1920!

Diese Postkarte hatte Brittany erhalten.
Diese Postkarte hatte Brittany erhalten.  © Facebook/Bildmontage/Positively Belding

Die Standard-Antwort bei jeder verzögerten Brief- oder Paketzustellung lautet, erst einmal abzuwarten. Doch wie ein Fall aus den USA beweist, kann sich dieses Warten auf die Post ganz schön in die Länge ziehen - nämlich um die 100 Jahre.

Das berichtete zumindest die Amerikanerin Brittany Keech. Sie postete in einer Facebook-Gruppe, dass sie am 8. September eine etwas abgenutzte Halloween-Grußkarte erhalten hatte. Dabei kam diese nicht zu früh, sondern knapp 100 Jahre zu spät. 

Die Postkarte wurde am 29. Oktober 1920 als verschickt gekennzeichnet. Anscheinend war sie an jemanden namens Roy McQueen an Brittanys Wohnung adressiert. Die Karte kam mit einer alten Briefmarke, die für die damalige Zeit passend war: einem ein Cent George Washington.

Für die Dame war es nicht ungewohnt, Briefe ihres Vormieters zu bekommen. Sie wohnte erst seit zwei Jahren an der Adresse. Doch eine so alte Postkarte, das machte sie dann doch misstrauisch. Sie untersuchte sie daher genau und fand schnell heraus, dass die Post wohl echt war.

Ihr Facebook-Text schlug hohe Wellen. Zahlreiche Fernsehsender wollten sie interviewen und ihr bei der Suche nach Angehörigen desjenigen, an den die Karte adressiert war, helfen.

Brittany Keechs Postkarte geht im Netz viral

Doch was war eigentlich genau auf der Karte abgebildet? Auf der Vorderseite befand sich ein Halloween-Thema. Eine Hexe war von einem Uhu, einer Gans sowie einer Katze umgeben.

Auf der Rückseite stand noch gut lesbar: "Liebe Cousins und Cousinen, ich hoffe, es geht euch allen gut. Uns geht es ganz gut, aber Mutter hat schrecklich lahme Knie. Es ist unglaublich kalt hier. Ich habe gerade meine Geschichtsstunde beendet und gehe bald ins Bett."

"Mein Vater rasiert sich gerade, und meine Mutter teilt mir eure Adresse mit. Ich werde für eine Nacht schließen müssen. Hoffentlich geht es Oma und Opa gut. Vergesst nicht, uns zu schreiben - Roy hat seine Hose schon in Ordnung gebracht." Was genau geschlossen werden sollte, ist nicht bekannt.

In ihrem Interview mit der New York Times bat Brittany, dass sich Angehörige melden mögen. Schon bald nahm das gesamte Internet an der Suche teil. Bislang leider ohne Erfolg.

Titelfoto: Facebook/Bildmontage/Positively Belding

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