Nach Fucking werden jetzt in dieser besonderen Gemeinde die Ortsschilder geklaut

Sankt Corona am Wechsel (Österreich) - Schon seit die Coronavirus-Pandemie Europa erreichte, wurde der kleine Ort St. Corona am Wechsel in Niederösterreich zum Foto-Hotspot. Doch nun gehen Corona-Fans noch weiter!

Die Ortsschilder von St. Corona am Wechsel wurden wohl in der Silvesternacht gestohlen (Symbolbild).
Die Ortsschilder von St. Corona am Wechsel wurden wohl in der Silvesternacht gestohlen (Symbolbild).  © Montage: 123RF/Roman Plesky, 123RF/1stchoice, TAG24 Grafik

Schossen die Foto-Begeisterten anfangs nur Selfies von sich vor dem Ortseingangsschild der 392-Seelen-Gemeinde, wurden nun zwei solche Schilder gestohlen, wie der ORF berichtete.

Doch für den Bürgermeister kam dieser Diebstahl gar nicht überraschend: "Wir haben ja schon länger damit gerechnet", erklärte Michael Gruber dem Fernsehsender am Sonntag.

Dass die Schilder entwendet wurden, bemerkte er selbst gar nicht. Demnach war es ein Nachbar, der den Diebstahl am Samstag feststellte. "Aber selbst ist man da betriebsblind und es fällt einem gar nicht gleich auf", fuhr er fort.

Der Einwohner aus St. Corona fragte den Bürgermeister demnach, ob sie die Schilder über Silvester abmontiert hätten. Doch der wusste gar nichts davon.

Gruber schaute deshalb nach dem Rechten und erstattete anschließend Anzeige bei der Polizei. Die neuen Ortstafeln sollen in wenigen Tagen eintreffen und dann sofort montiert werden.

Diebstahl der Ortsschilder: Fugging kämpfte lange mit demselben Problem

Arbeiter bringen das neue Ortsschild von Fugging an.
Arbeiter bringen das neue Ortsschild von Fugging an.  © dpa/APA/Manfred Fesl

Die Gemeinde war schon länger beliebt bei Touristen und Wintersportlern. Aufgrund der Namensgleichheit zum neuen Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 erreichte der Ort aber einen ganz neuen Touristen-Boom, wie der ORF weiter berichtete.

Ähnliches geschah bereits mit Fugging im Bundesland Oberösterreich. Der Ort hieß zuvor Fucking und wurde mehrmals von Dieben heimgesucht. Diese hatten es immer wieder auf die Tafeln am Ortseingang und -ausgang abgesehen.

Pünktlich zum Jahresende wurde die Gemeinde schließlich umbenannt, um von den hohen Kosten des andauernden Schilder-Neudruckes verschont zu bleiben.

Doch nun hat die Gemeinde mit 106 Einwohnern ein anderes Problem: Die Schilder wurden bereits in den ersten Tagen des Jahres übermalt. Aus Fugging wurde so erneut Fucking.

Menschen kommen an einem Ortsschild vorbei, auf dem die Buchstaben "gg" mit "ck" übermalt wurden.
Menschen kommen an einem Ortsschild vorbei, auf dem die Buchstaben "gg" mit "ck" übermalt wurden.  © dpa/APA/Daniel Scharinger

Wie es mit Fugging und St. Corona am Wechsel weitergeht, bleibt mit Sicherheit spannend.

Titelfoto: Montage: 123RF/Roman Plesky, 123RF/1stchoice, TAG24 Grafik

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