Mega witzig, wie Australier Müll rausbringen: Das steckt dahinter

Hervey Bay (Australien) - Den Müll raus zu bringen zählt meist nicht zu den Dingen, wofür man sich besonders in Schale schmeißt. Tausende Australier trotzen diesem Fakt jetzt aber.

Spiderman, Gini und ein Typ verkleidet als Hawaiianerin bringen den Müll raus.
Spiderman, Gini und ein Typ verkleidet als Hawaiianerin bringen den Müll raus.  © Facebook/Doug Lee‎, Facebook/Jennifer Johnson‎, Facebook/Michelle Andrews‎

In den letzten Tagen wurde eine Facebook-Gruppe immer beliebter, in der Menschen aus Australien zeigen, wie sie ihre Mülltonne raus an den Straßenrand stellen, weil sie am nächsten Morgen geleert werden soll.

Was so unspektakulär klingt, ist deswegen so interessant für die über 771.000 Mitglieder der Facebook-Gruppe, weil sie das immerzu verkleidet tun.

Mal schafft ein Spiderman seine Tonne raus, mal der Gini aus Aladins Wunderlampe oder auch ein Typ im sommerlichen Beach-Outfit einer Hawaiianerin. 

Ins Leben gerufen hat diese Bewegung eine Frau namens Danielle Askew, berichtete ABC News.

Für sie ist das Müll rausbringen in Zeiten von Corona zu einem Highlight, gar einem regelrechten Ausflug, geworden, bei dem sie sich fein anziehen wollte.

So wurde das Müll rausbringen zum weltweiten Happening

Initiatorin Danielle Askew mit ihrer Mülltonne.
Initiatorin Danielle Askew mit ihrer Mülltonne.  © Facebook/Danielle Askew

Auch wenn Askew die Bewegung viral gemacht hat, war sie nicht die Erste, die sich zum Müll rausbringen hübsch angezogen hat: "Eine Freundin hat auf Facebook gepostet, dass sie aufgeregt war, weil es Mülltag war und dass es ein Ausflug ist", erzählte sie ABC News.

"Ich fragte sie, ob sie sich hübsch anziehen will für den besonderen Anlass. Sie sagte, 'Das werde ich'", schilderte Askew weiter. Anschließend ging Danielle Askew auch verkleidet raus, um die Mülltonne an den Straßenrand zu stellen und schoss ein Foto von sich.

Danach gründete die Australierin die Facebook-Gruppe und lud ihre Freunde ein, es den beiden Frauen gleich zu tun.

Es hat nicht mal eine Woche gedauert, da waren schon 145.000 Menschen in der Gruppe. Jetzt, nach zweieinhalb Wochen, sind mehr als fünfmal so viele Leute in der Gruppe aktiv.

Im Minutentakt kommen neue witzige Bilder und Videos von Leuten hinzu, die sonst unter einer Ausgangssperre leiden.

Sache hat wichtigen Hintergrund bekommen

Askew erzählt weiter: "Ich hatte viele private Nachrichten bekommen und auch in der Gruppe schrieben einige, um sich zu bedanken. Sie waren ziemlich niedergeschlagen und das hat sie zum Lächeln und Lachen gebracht. Sie schrieben beispielsweise 'Danke, dass du ein bisschen Licht in die chaotische Welt gebracht hast, in der wir uns gerade befinden'."

Damit ist also nicht nur denen geholfen, die sich den Spaß machen und verkleiden. Die lustigen Outfits erheitern Tausende Menschen, denen in der momentanen Krise eigentlich nicht so sehr nach lachen zumute ist.

"Ein Lachen über die Dinge und die Absurdität der Situation kann dazu beitragen, einigen der anderen negativen Gefühle entgegenzuwirken", erklärte ein Psychologe ABC News abschließend.

Mit etwas Glück lachen wir Deutsche bald genauso sehr über uns und andere beim Müll rausbringen und helfen damit anderen in dieser schweren Zeit.

Titelfoto: Facebook/Doug Lee‎, Facebook/Yve Galloway‎, Facebook/Michelle Andrews‎

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