Polizei schnappt Mann, der Transporter gestohlen hat: Dessen Begründung amüsiert sie total

Witten - Dieser Fall sorgte für große Heiterkeit bei der Polizei von Witten. Der Spaß übertrug sich auch auf deren schwungvoll geschriebene Pressemitteilung von Dienstagmittag. Was hatte bei den Beamten aus Nordrhein-Westfalen nur für soviel Freude gesorgt?

Die Ermittler fanden den Transporter zunächst nicht (Symbolbild).
Die Ermittler fanden den Transporter zunächst nicht (Symbolbild).  © Jonas Güttler/dpa

Das war geschehen:

Ein Paketbote (34) meldete sich am Montagnachmittag gegen 17.30 Uhr bei den Ordnungshütern mit den Worten: "Gerade wurde mir mein Auslieferungsfahrzeug geklaut!"

Der arme Kerl hatte die Tür offen und den Schlüssel stecken gelassen, als er eines seiner Pakete ausliefern gegangen war. Diese Gelegenheit hatte ein Dieb ausgenutzt, der in den VW Bus gestiegen und davongerast war.

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Die Polizei konnte kurz darauf einen Zeugen ermitteln, der ihnen eine Täterbeschreibung lieferte. In der Folge wurde der Transporter zur Fahndung ausgeschrieben.

In den nächsten Stunden herrschte dann erstmal Ruhe. Der Wagen des Paketboten blieb verschwunden, die Beamten setzten entspannt ihre Streifentätigkeit in der Ruhrstadt fort. Offenbar waren sich alle sicher, dass der Lieferwagen schon wieder auftauchen würde.

Gegen 22 Uhr fehlte von dem Fahrzeug allerdings noch immer jede Spur. Dafür wurden die Beamten zu einer Wohnung in der Innenstadt gerufen. Dort hatte sich ein jüngeres Paar gestritten.

Polizei schreibt von "Pressemeldung der bunten Art"

Als die Gesetzeshüter mit beiden sprachen, gab der Mann (30) ungefragt zu, den Lieferwagen gestohlen zu haben.

Den verdutzten Beamten erklärte der 30-Jährige dann, dass er am Nachmittag spontan entschlossen hatte, das Fahrzeug als Schlafmobil zu nutzen. Zum Streit in der Wohnung sei es dann gekommen, weil er Schlafzeug für sein "Wohnmobil" habe holen wollen.

In der munteren Pressemitteilung heißt es an dieser Stelle: "Nach seiner Festnahme benötigte der Tatverdächtige diese Schlafutensilien nicht mehr, verbrachte er doch den Rest der Nacht im Polizeigewahrsam."

Später sei der Autodieb im Wittener Kriminalkommissariat 33 weiter vernommen worden. Dabei habe er wohl an seiner Version der Geschichte festgehalten.

So absurd die Begründung des Mannes den Ermittlern noch heute vorkommt, scheinen sie sich damit doch arrangiert zu haben.

So lautet das Fazit ihrer PM: "Was es nicht alles bei der Polizei so gibt - auf jeden Fall eine Pressemeldung der 'bunten Art'!"

Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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