Polizei stellt klar: Fehlendes Toilettenpapier ist kein Grund für einen Notruf!

Newport (USA) - Die Polizei im US-Bundesstaat Oregon kämpft mit dem Toilettenpapier-Mangel. Zum einen, weil sie selbst keines mehr haben. Zum anderen, weil der Notruf keine Bezugsquelle für neues Papier ist.

Leere Regale: Toilettenpapier ist vielerorts vergriffen. (Symbolbild)
Leere Regale: Toilettenpapier ist vielerorts vergriffen. (Symbolbild)  © dpa/Kay Nietfeld

Die Polizei der Stadt Newport in den USA teilte Unglaubliches auf Facebook: "Es ist kaum zu glauben, dass wir dies überhaupt posten müssen", begann die Behörde ihr Posting. "Rufen Sie nicht 9-1-1 an, nur weil Ihnen das Toilettenpapier ausgegangen ist."

Es macht sprachlos, etwas Derartiges zu lesen. Wie kommen die Menschen in dem Ort denn auf die Idee, deshalb beim Notruf anzurufen? 

Die Beamten klären diese Frage zwar nicht. Geben aber Aufschluss darüber, was sie stattdessen machen würden. 

"Die Geschichte bietet viele andere Optionen während ihrer Notzeit, wenn Sie keine Rolle ihres bevorzugten weichen, ultraplüschigen, zweilagigen, nach Zitrusfrüchten duftenden Gewebes finden können", fahren die Polizisten fort.

"Seeleute benutzten alte Seil- und Ankerleinen, die in Salzwasser getränkt waren. Die alten Römer verwendeten einen Seeschwamm am Stiel, der ebenfalls in Salzwasser getränkt war. Wir sind eine Küstenstadt. Wir haben eine Fülle von Salzwasser zur Verfügung. Auch Muscheln wurden damals verwendet."

Danach folgten weitere Ausflüge in die Geschichte des Toilettenpapiers. 

Leere Toilettenpapierrolle benutzen sinnvoller, als Notruf wählen

Sieht keinen Grund auszurücken: die Polizei von Newport. (Symbolbild)
Sieht keinen Grund auszurücken: die Polizei von Newport. (Symbolbild)  © 123RF/welcomia

Zum Schluss wurden die Beamten pragmatischer und zählten auf, was sich heutzutage leicht zu Hause finden lassen müsste, sollte man eine Alternative für seine Notdurft benötigen.

"Kassenzettel, Zeitungen, Stofftücher, Wattebäusche und die leere Toilettenpapierrolle, die gerade auf dem Halter sitzt", fassten die Polizisten in Newport zusammen. Danach folgte der vermutlich praktischste und zugleich vorbeugendste Hinweis: "Außerdem gibt es eine Vielzahl von Blättern, die sie sicher mehrfach verwenden können."

Gepostet haben die Beamten diese Hinweise bereits am Sonntag. Innerhalb kurzer Zeit erhielt der Beitrag über 4400 Likes und 1200 Kommentare. Zudem wurde er mehr als 8800 Mal geteilt.

Als der Post so viral ging, reagierte die Polizei. In einem neuen Beitrag erklärten die Beamten, dass es gar nicht viele Anrufe aufgrund eines Mangels an Toilettenpapier gegeben hätte. Sie wollten dem nur vorbeugen.

Dies taten die Seitenbetreiber in einer unterhaltenden und komischen Art, die sie öfter bei ihren Postings haben. Vielen Lesern war dies nicht bewusst und erkannten darin die potenziellen Verfehlungen einiger Mitbürger. Ob es tatsächlich Anrufe beim Notruf der Polizei gab, wird nicht abschließend geklärt.

Die Behörde will jetzt nicht mehr von "viral gehen" sprechen, sondern von "unsere Idee keimt". Dies sei weniger aggressiv und zudem effektiver, weil es einen Nutzen gebe. 

"Und seien wir ehrlich - wir können jetzt alle ein bisschen mehr Humor gebrauchen", beenden die Beamten ihren viralen beziehungsweise aufkeimenden Einsatz im Netz.

Die Beiträge der Polizei auf Facebook

Mehr zum Thema Kurioses:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0