Eklig oder genial? Was dieser Künstler zum Malen verwendet, errätst Du nie

Reichersbeuern - In seinem Wohnort in Bayern ist er als "Scheißemaler" bekannt. Doch mit einem Urteil über seine Kunst hat das nichts zu tun. 

Künstler Werner Härtl "zapft" sich seine Farbe selbst im Kuhstall.
Künstler Werner Härtl "zapft" sich seine Farbe selbst im Kuhstall.  © NEWS5 / Pieknik

Werner Härtl ist ein gestandener Bayer. Seine Heimat ist das Dorf Reichersbeuren im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen im Alpenvorland. Hier wird er gerne als "Scheißemaler" vorgestellt. 

"Aber nicht weil ich scheiße male, sondern weil ich mit Scheiße male", stellt der Künstler klar.

Statt normaler Farbe verwendet der Illustrator Kuhmist für seine Werke.

Vor einigen Jahren kam Härtl die Idee zu seinen Werken im Kuhstall. Er arbeitet nämlich nebenbei als Aushilfe auf Bauernhöfen.

"Beim Stall-Auswaschen bin ich auf die Idee gekommen, mit dem Mist, den ich seit Stunden versuche von den Kacheln zu bekommen, zu malen", erinnert sich Härtl gegenüber News5. 

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Werner Härtl bei der Arbeit mit seinen ganz natürlichen Farben.
Werner Härtl bei der Arbeit mit seinen ganz natürlichen Farben.  © NEWS5 / Pieknik

Mit einem "Kanister Kuhscheiße" ging er dann nach Hause und wurde kreativ. 

"Ich hätte ein Problem damit Schweinescheiße zu nehmen oder Fleischfresserscheiße, also Hundescheiße zum Beispiel, da hört es dann auf. Die Kuhscheiße ist aber von der Konsistenz perfekt", geht Werner Härtl ins Detail.

Wo anderen das Würgen kommt, bleibt der Bayern gelassen "zapft" sich seine Farben selbst im Stall, zum Beispiel vom Stroblhof in Großhartpenning.

Sobald eine Kuh im Stall den Schwanz hebt, muss es schnell gehen: "Da muss man den richtigen Moment erwischen. Wenn's kommt, dann kommt's richtig", so Härtl.

Titelfoto: NEWS5 / Pieknik, NEWS5 / Pieknik

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