Rettungskräfte eilen zu Unfall mit Milchlaster: Doch sie sind einen Tag zu spät

Rückholz - Ein Mann hat am Mittwochmorgen im Allgäu einen zerstörten Milchlaster neben einer Straße entdeckt und den Notruf gewählt. Vom Schlimmsten ausgehend eilten die Rettungskräfte zur Unfallstelle. Als sie dort eintrafen, standen sie vor einem Rätsel.

Der Milchlaster hatte sich mehrmals überschlagen. (Symbolbild)
Der Milchlaster hatte sich mehrmals überschlagen. (Symbolbild)  © Polizei dpa/lnw

Der Milchlaster war bei Rückholz im Landkreis Ostallgäu von der Straße abgekommen und hatte sich mehrmals überschlagen, wie die Polizei mitteilte.

Da kein Beteiligter mehr an der Unfallstelle aufzufinden war, ermittelten die Beamten den Halter des Lkw. Von ihm erfuhren sie, dass sich der Unfall bereits am Dienstagmittag ereignet hatte.

Der Fahrer des Lastwagens war bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt geblieben und hatte die Bergung und die Aufräumarbeiten kurzerhand selbst organisiert.

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Er verständigte den Grundstückseigentümer und seinen Arbeitgeber, nur die Polizei informierte der Brummi-Fahrer nicht. Die Bergung des Lasters hatte er für Mittwoch angesetzt.

Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, war sogar die Milch aus dem Laster bereits abgepumpt.

Gegen den Fahrer wird jetzt zwar wegen Unfallflucht ermittelt, wie ein Polizeisprecher sagte. "Aber der Grundstücksbesitzer hatte mit dem Fahrer schon Personalien ausgetauscht." Daher werde dieses Verfahren aller Voraussicht nach eingestellt.

Der Mann müsse dennoch mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen - wegen des mutmaßlichen Fahrfehlers, der zum Unfall führte.

Titelfoto: Polizei dpa/lnw

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