Schlange als Tatwaffe: Mann ermordet seine Frau indirekt - lebenslange Haft

Indien - Ein Mann aus Südindien hatte es wohl auf das Geld seiner Gemahlin abgesehen, also brachte er sie kurzerhand um. Doch um sich selbst die Finger nicht schmutzig zu machen, ließ er eine Kobra den Mord ausführen. Die Staatsanwaltschaft forderte die Todesstrafe.

Ob die mörderische Kobra sich ihrer Tat bewusst war? (Symbolbild)
Ob die mörderische Kobra sich ihrer Tat bewusst war? (Symbolbild)  © 123RF/aem08012535

Wie die indische Nachrichtenseite "Live Law" berichtete, verurteilte ein Gericht Sooraj S. Kumar (28) am Mittwoch jedoch "nur" zu zweifacher lebenslanger Haft und einer Geldstrafe von fünf Lakh (entspricht rund 5731 Euro) wegen der Ermordung seiner Frau (25).

Der Verurteilte ging dabei besonders hinterhältig vor: Als seine Frau tief und fest schlief, warf Kumar ihr eine verhungernde Kobra an den Hals. Tatsächlich starb die Frau an einem Schlangenbiss.

Berichten zufolge ist es der erste dokumentierte Mordfall im südwest-indischen Bundesstaat Kerala, bei dem ein lebendiges Tier als Mordwaffe benutzt wurde.

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Während in der Vergangenheit noch mehrere Kobra-Killer in Indien laufen gelassen werden mussten, da es extrem schwer ist, einen derartigen Mord nachzuweisen, gelang es in diesem Fall, die nötigen Indizien und Beweise zu sammeln.

Die Polizei hatte den Tatvorgang mit einer Reptilienattrappe erfolgreich nachgestellt - wofür der Staatsanwalt ein Sonder-Lob aussprach.

Familie glaubte nicht an normalen Schlangenbiss

Die Tat, bei der die 25-jährige Frau namens Uthra starb, ereignete sich bereits im vergangenen Jahr und sorgte in Indien für große Aufregung.

Auch in diesem Fall gingen die Behörden zunächst von einem normalen Schlangenbiss aus - doch die Familie der Verstorbenen war skeptisch, schließlich wurde Uthra auch vor ihrem Tod ständig von ihrem Mann wegen ihrer Mitgift belästigt.

Dass die Kobra tatsächlich alleine in den geschlossenen und gefliesten Raum gelangen konnte, glaubten die Angehörigen nicht.

Da man in Indien durch ähnliche Fälle für die Möglichkeit eines solchen Schlangen-Mordes sensibilisiert war, wurden die Sorgen der Familie von der Polizei ernst genommen.

Der Fall konnte aufgeklärt werden und Uthras Mörder wird nun den Rest seines Lebens im Knast verbringen.

Titelfoto: 123RF/aem08012535

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