Skulptur von Riesen-Vulva in Park aufgestellt: Nun sorgt sie für Diskussionen

Pernambuco (Brasilien) - Das Kunstwerk namens "Diva", das in Südamerika zum Jahreswechsel enthüllt wurde, sorgt nun für eine heftige Debatte.

Juliana Notari (45) vor ihrem Kunstwerk.
Juliana Notari (45) vor ihrem Kunstwerk.  © facebook.com/juliana.notari

Als die Künsterlin Juliana Notari die 33 Meter lange Skulptur aufstellen ließ, wollte sie für Diskussionen sorgen.

Dass sie damit aber gleich eine gesellschaftliche Debatte über Geschlechterrollen in Gang setzen würde, konnte sie nicht ahnen.

Die riesige Vulva-Skulptur befindet sich an einem Hügel im Nordosten Brasiliens, auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik im Bundesstaat Pernambuco, die in ein Open-Air-Museum umgewandelt wurde.

Laut Notari zeigt sie nicht nur ein weibliches Geschlechtsteil, sondern auch eine Wunde.

Auf ihrer Facebook-Seite erklärt die 45-Jährige, dass diese ein Symbol für die Beziehung zwischen Natur und Kultur in einer männlich bestimmten und vom Menschen dominierten Welt darstelle.

Insgesamt elf Monate haben sie und ein Team von 20 Handwerkern gebraucht, um das Werk fertig zu stellen.Die aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ohne Bagger freigeschaufelte Aushebung, überzog sie mit Stahlbeton und knallig leuchtendem, purpurrotem Kunstharz.

Im Netz wird Künstlerin Juliana Notari gelobt, aber auch kritisiert

Die Skultpur mit dem Titel "Diva" wurde am Silvester fertiggestellt.
Die Skultpur mit dem Titel "Diva" wurde am Silvester fertiggestellt.  © facebook.com/juliana.notari

Und genau diese Kreation wird nun im Netz kontrovers besprochen. In über 27.000 Kommentaren streiten sich Befürworter und Gegner.

"Wenn ich mir vorstelle, mit meinen jungen Töchtern in diesem Park unterwegs zu sein und von ihnen gefragt zu werden: 'Papa, was ist das?', was werde ich da antworten?" fragt etwa ein Nutzer. "Bei allem Respekt, Sie können Ihren Töchtern beibringen, dass sie sich ihrer eigenen Geschlechtsorgane nicht schämen brauchen", erwidert ihm daraufhin eine Kommentatorin.

Auch der ein oder andere Politiker konnte sich eine Aussage zu "Diva" nicht verkneifen. Olavo de Carvalho, ein Vertrauter des rechtskonservativen Präsidenten Bolsonaro, schrieb etwa auf Twitter: "Warum reden sie über die 33-Meter-Muschi, anstatt sie mit einem Schwanz zu konfrontieren?"

Doch auch Lob gab es für die Notari. Der Filmregisseur Kleber Mendonca Filho beispielsweise lobte sie dafür, dass sie in so einer Zeit wie jetzt mit einer gigantischen Vulva reagiere. Die Reaktionen auf ihr Werk würden zeigen, dass sie der brasilianischen Gesellschaft "einen Spiegel" vorhalte – "ein Erfolg", schrieb er auf Twitter.

Titelfoto: facebook.com/juliana.notari

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