Um Frauen besser zu schützen, führt dieses Land eine neue App ein

Islamabad (Pakistan) - Eine sinnvolle Maßnahme? Aufgrund der grassierenden Gewalt gegen Mädchen und Frauen hat die pakistanische Polizei eine spezielle App vorgestellt.

Motorräder und Autos fahren bei herbstlichem Wetter in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bei Sonnenuntergang auf der Straße.
Motorräder und Autos fahren bei herbstlichem Wetter in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bei Sonnenuntergang auf der Straße.  © Arne Bänsch/dpa

Sexuelle Belästigung von Frauen und männliche Gewaltattacken sind in Pakistan keine Seltenheit. Vor allem in der Hauptstadt Islamabad melden sich regelmäßig Frauen nach Vorfällen bei der Polizei.

Um der Lage Herr zu werden, haben die Beamten nun eine mobile App vorgestellt, die vom National Information Technology Board (NITB) entwickelt wurde.

Mit der Anwendung können Frauen eine Belästigung oder Attacke sofort der Polizei melden.

Zum weiteren Funktionsumfang gehört die Möglichkeit, Bilder des Täters hochzuladen, die von der App sofort an die nächste Polizeidienststelle geschickt werden.

Die Nutzerinnen können außerdem sichere Routen durch ein Gebiet oder eine Stadt markieren und mit anderen Frauen teilen, berichtet Gulf Asia News.

Mit Hilfe der sogenannten E-Police-App erhoffen sich die Beamten, im Notfall schneller reagieren und eingreifen zu können.

Mit Hilfe der mobilen App sollen Frauen zukünftig besser geschützt werden können. (Symbolbild)
Mit Hilfe der mobilen App sollen Frauen zukünftig besser geschützt werden können. (Symbolbild)  © ldprod/123RF

Die IT-Abteilung der pakistanischen Polizei und mehrere Politiker des Landes äußerten, dass dank der Smartphone-App nun ein besserer Schutz von Frauen vor Belästigung gewährleistet werden könne.

Erst im September hatte sich die Radfahrerin Samar Khan in den sozialen Netzwerken darüber beschwert, dass sie von einem Mann belästigt wurde, als sie gerade vor einer roten Ampel wartete. Der unbekannte Täter streichelte sie und fasste ihr in den Intimbereich, bevor er mit seinem Auto die Flucht ergriff.

Titelfoto: ldprod/123RF

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