Vater muss Familienauto verkaufen, weil Sohn zu viel am Handy spielt

Colwyn Bay (Wales) - Ein Vater aus dem nordwalisischen Colwyn Bay war gezwungen sein Auto zu verkaufen, nachdem er bemerkt hatte, dass sein siebenjähriger Sohn knapp 1300 Pfund (etwa 1500 Euro) für ein Handyspiel ausgegeben hatte.

Muhammad Ashaz (41) war gezwungen das Familienauto, einen Toyota Aygo, zu verkaufen, um die Schulden seines Sohnes zu begleichen. (Symbolbild)
Muhammad Ashaz (41) war gezwungen das Familienauto, einen Toyota Aygo, zu verkaufen, um die Schulden seines Sohnes zu begleichen. (Symbolbild)  © 123RF/Artem Konovalov

Muhammad Ashaz (41) war komplett fassungslos: Was für Unsummen hatte sein kleiner Sohn da bitte für das Monster-Spiel "Dragons: Rise of Berk" geblecht?

Im ersten Moment dachte der Familienvater noch, dass er betrogen wurde, als er die Rechnung von 1289,70 Pfund (umgerechnet 1504,23 Euro) von Apple iTunes in den Händen hielt.

Kurz darauf musste er jedoch mit Entsetzen feststellen, dass er ganze 29 E-Mails erhalten hatte, in welchen sich Quittungen für Transaktionen von 1,99 Pfund (circa 2,30 Euro) bis hin zu 99,99 Pfund (rund 115 Euro) befanden – für ein Handyspiel!

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Der Arzt, der mit seiner Frau Fatima (37) und den gemeinsamen Kindern Ashaz, Areefa (11) und Aliya (1) zusammen lebt, war nun gezwungen seinen Toyota Aygo zu verkaufen, um die Summe aufzubringen.

In einem Interview mit dem britischen Bouelvardmagazin The Sun schüttelte er entgeistert den Kopf: "Ich hätte nie gedacht, dass es möglich ist, so viel Geld für ein Kinderspiel auszugeben."

Sauer auf den kleinen Ashaz sei er nicht – vielmehr machte ihn das Unternehmen Apple wütend. Dieses hätte seinen Sohn seines Erachtens komplett ausgenutzt.

Die Familie erhielt eine Rückerstattung in Höhe von etwa 240 Euro

Der Junge stürzte seinen Vater versehentlich in Schulden, während er das scheinbar kostenlose Spiel für etwa eine Stunde spielte – ohne zu wissen, dass man darin unbegrenzte In-App-Käufe tätigen konnte.

Muhammad meldete sich daraufhin beim Apple Kundendienst und hat seither eine Rückerstattung in Höhe von 207 Pfund (etwa 240 Euro) erhalten.

"Ich sagte zu ihnen: 'Gut gemacht, Sie haben mich abgezockt, Sie haben es geschafft, mein Kind abzuzocken'", so der entrüstete Vater.

Ob der kleine Ashaz wohl je wieder etwas an seinem Handy spielen darf?

Titelfoto: 123RF/Artem Konovalov

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