Verrückt: Makler schaffen diesen Begriff ab, weil er an Sklaverei erinnert

Houston (USA) - Die Reaktionen in Folge der Anti-Rassismus-Proteste in den USA treiben weitere Blüten. Die "Houston Association of Realtors" hat nun offiziell den Begriff "Master" abgeschafft.

Houstons Makler-Vereinigung will ein großes Schlafzimmer ab sofort nicht mehr "Master Bedroom" nennen.
Houstons Makler-Vereinigung will ein großes Schlafzimmer ab sofort nicht mehr "Master Bedroom" nennen.  © breadmaker/123RF

Wie TMZ berichtet, erinnere das Wort "Master" (Meister) manche Menschen zu stark an Sklaverei, Diskriminierung und Rassismus.

Die Makler der "Houston Association of Realtors" haben daher entsprechend gehandelt und den Begriff aus ihrem Wortschatz gestrichen.

Wenn man nun also eine Immobilie in Houston im US-Bundesstaat Texas sucht, dürfen einzelne Räume zum Beispiel nicht mehr als "Large Master Bedroom" bezeichnet werden.

Statt "Master" müssen dann Begriffe wie "Primary" (Primär) herhalten. Mit der selbst auferlegten Regel wollen die Immobilien-Makler auf die Proteste von "Black Lives Matter" reagieren.

Auf Twitter löste die Nachricht einen Sturm des Spottes aus. So fragte etwa ein User ironisch: "Können wir eigentlich in noch dümmeren Zeiten leben?" Ein anderer witzelte: "Wie wird man nun die Umbenennung von 'MasterCard' bewerkstelligen?"

Doch warum kam es ausgerechnet in Houston zu diesem kuriosen Akt von Selbstzensur? Ein wichtiger Grund könnte darin liegen, dass Houston den höchsten Anteil afroamerikanischer Bevölkerungsgruppen im Land aufweist.

Ob die Makler-Vereinigung den umstrittenen Begriff möglicherweise irgendwann wieder einführen wird, ist noch unklar.

Titelfoto: breadmaker/123RF

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